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Globus, 75.1899

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Inhalt / Download : Globus, 75.1899

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714784
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714784
Persistenter Identifier:
BV041217508
Titel:
Globus
Untertitel:
illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde
Weitere Titel:
Globus
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1862
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-709563
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709563
Persistenter Identifier:
DE-11-001876976
Titel:
Globus, 48.1885
Erscheinungsjahr:
1885
Signatur:
3851 bb:48
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
No. 2. 1885
Sonstige Person:
Kiepert, Richard
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 75.1899
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorblatt
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LXXV. Bandes
    [V]
  • Korrekturen: Druckfehler im LXXV. Bande
    X
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 1. Januar 1899 / Andree, Richard
    [1]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 7. Januar 1899 / Andree, Richard
    [21]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 14. Januar 1899 / Andree, Richard
    [37]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 21. Januar 1899 / Andree, Richard
    [53]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 28. Januar 1899 / Andree, Richard
    [69]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 4. Februar 1899 / Andree, Richard
    [85]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 18. Februar 1899 / Andree, Richard
    [101]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 25. Februar 1899 / Andree, Richard
    [121]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 4. März 1899 / Andree, Richard
    [137]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 11. März 1899 / Andree, Richard
    [153]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 18. März 1899 / Andree, Richard
    [169]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 25. März 1899 / Andree, Richard
    [185]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 1. April 1899 / Andree, Richard
    [201]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 8. April 1899 / Andree, Richard
    [217]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 15. April 1899 / Andree, Richard
    [233]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 22. April 1899 / Andree, Richard
    [249]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 29. April 1899 / Andree, Richard
    [265]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 6. Mai 1899 / Andree, Richard
    [281]
  • Zeitschriftenartikel: Zur Theorie der Entstehung des Ackerbaues / Hahn, Ed.
    [281]
  • Zeitschriftenartikel: Chantres Reisen im Antitaurus und in Cilicien. Sämtliche Abbildungen nach photographischen Aufnahmen der Frau Chantre. I. / Sgr.
    287
  • Zeitschriftenartikel: Arabischer Metallspiegel von Bulgar / Krahmer
    293
  • Zeitschriftenartikel: Neue Rohnephritfunde aus Steiermark / Meyer, A. B.
    294
  • Zeitschriftenartikel: Kleine Nachrichten
    294
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 20. Mai 1899 / Andree, Richard
    [297]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 27. Mai 1899 / Andree, Richard
    [313]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 3. Juni 1899 / Andree, Richard
    [329]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 10. Juni 1899 / Andree, Richard
    [345]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 17. Juni 1899 / Andree, Richard
    [361]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 24. Juni 1899 / Andree, Richard
    [377]
  • Nachsatzblatt
    489
  • Hinterer Buchspiegel
    491
  • Hinterer Einband
    492
  • Farbkeil
    493

Volltext

296 
Kleine Nachrichten. 
den Durchschnittsschädeln der Bewohner von Paris. Ein 
feststehender Unterschied konnte nicht gefunden werden, 
nur der vertikale Index der Verbrecherschädel war etwas 
höher, d. h. mit anderen Worten, die Verbrecher waren etwas 
gehirnreicher als normale Menschen. Auch unter den Ver 
brecherschädeln gab es viele verschiedene. Einige waren lang-, 
andere breitköpfig; einige hatten einen bemerkenswert grofsen, 
andere einen kleinen Rauminhalt. Diese Verschiedenheiten 
laufen denen durchaus parallel, wie sie bei normalen Menschen 
Vorkommen. (Bulletin de la Société d’Anthr. de Paris 1898, 
Fase. 3.) 
— Der zu Abetifi in Aschanti ansässige Schweizer Mis 
sionar E. Perregaux hat den See Obosomtwü besucht, 
den einzigen See der Goldküste, dessen Besuch für Fremde 
verboten war, ehe die Engländer Aschanti eroberten. Dem 
Missionar Ramsayer, welcher früher beim alten Könige um 
die Erlaubnis zum Besuche einkam, wurde dieselbe abge 
schlagen, da der See „Fetisch“ sei. Der See liegt eine gute 
Tagereise südöstlich von der Hauptstadt Kumassi und ist 
nach dem Berichte (Bull. Soc. Neucliateloise de geogr. XI, 
1899, p. 116) wegen einer dichten Ufervegetation schwer zu 
übersehen. Um ihn herum liegen etwa 20 Fischerdörfer. 
Einen Abflufs hat der See, dessen Spiegel trotz der Ver 
dunstung sich erhöht, nicht, so dafs die Dörfer mit der Zeit 
vom Ufer weiter landeinwärts rücken müssen. Die Fischerei 
wird nach bestimmten Gesetzen mit Netzen betrieben; die 
Apatere genannten Fische sind 10 bis 20 cm lang und ähneln 
den Barschen in den Schweizer Seen. Als die merkwürdigste 
Erscheinung des Sees beschreibt Perregaux ein ungefähr alle 
zwei Jahre stattfindendes Aufwallen desselben. Die An 
wohner versicherten ihm, dafs dabei ein dumpfes Tönen ver 
nehmbar sei, wie von einem Kanonenschüsse. Dann er 
scheinen Tausende von Fischen an der Oberfläche, die nur 
einfach gesammelt zu werden brauchen. Dabei ist ein 
Schwefelgeruch bemerkbar, woraus Perregaux schliefst, dafs 
es sich um vulkanische Äufserungen handelt. Der See ist 
etwa V 2 km breit und 5 bis 6 km lang. 
— Zur Naturgeschichte des Elefanten bringt 
J. Lobe Beiträge aus griechischen und römischen 
Schriftstellern (Mitt. a. d. Osterlande, Bd. 27, 1898). So 
nennt Juvenal Mauretanien und Äthiopien in Afrika, Ara 
bien und Indien in Asien als Heimat dieser Kolosse, Diodor 
bemerkt, dafs die meisten und gröfsten sich in dem zuletzt 
genannten Lande fänden. Die meisten Elefanten leben wie 
die längstlebenden Menschen; einige bis zu 200 Jahr; nach 
übertriebenen Schilderungen wird selbst von 500 Jahren ge 
fabelt. Oppian stellt die Elefanten in seinem Gedichte von 
der Jagd an die Spitze der gehörnten Tiere; auch bei ande 
ren alten Schriftstellern kehrt der Brauch wieder, von den 
Hörnern statt der Zähne bei den Elefanten zu reden. Eis 
bar sollen nach Älians Ausführungen nur die Lefzen, der 
Rüssel und das Innere der Hauzähne sein. Der Elefant 
scheut vor einer Maus zurück, in ähnlicher Weise vor dem 
gehörnten Widder, dem Grunzen des Schweines und leuchten 
dem Feuer. Eigentliche Feinde besitzt der Elefant kaum 
aufser einigen Schlangen und dem Rhinoceros, das ihn zu 
weilen angreift. Sonst soll selbst der Löwe fliehen, wenn er 
jene Ungetüme herannahen sieht. Keines unter den grofsen 
Tieren ist so klug wie der Elefant, sagt Cicero; von der 
Schnelligkeit einzelner Exemplare finden wir vielfach Belege. 
In der Sagengeschichte der ältesten orientalischen Völker 
wird der Elefant überall als Kriegsgenosse erwähnt. Im 
Altertum pflegte man auch Elefantenbilder auf Denkmälern, 
militärischen Feldzeichen, Münzen u. s. w. anzubringen, und 
zwar vornehmlich da, wo dieses Tier im Felde gebraucht 
wurde. Dann hat auch der Elefant einen gewissen religiö 
sen Sinn; die aufgehende, als Gottheit gedachte Sonne be- 
grüfst er mit aufgerichtetem Rüssel und er wurde dement 
sprechend nicht selten selbst Gegenstand der Verehrung. 
— Die Hopeinsel. Fürst Albert von Monaco lief mit 
seiner Yacht im August 1898 mehrere Stellen Spitzbergens, 
sowie die Bären- und Hopeinsel an, und es fand sich dabei 
zu kurzen Ausflügen an Land Gelegenheit, die die Samm 
lungen bereicherten und hier und da auch die Karte er- 
gänzten. Aus dem Bericht, den darüber der Naturforscher 
J. Richai’d in den C. R. der Pai’iser geogr. Gesellseh. (1899, 
S. 66 bis 78) erstattet, heben wir einige Mitteilungen über 
die Hopeinsel heraus. Sie liegt im Südosten der Edgeinsel, 
ungefähr in gleicher Breite mit dem Südkap Spitzbei'gens. 
Sie ist schmal und lang ausgezogen und eine Aufeinander 
folge zahh’eicher plateauförmiger Berge , auf denen auch im 
Sommer einiger Schnee lagert. Zwischen diesen Bergen und I 
dem Meere dehnt sich ein bald engei-er, bald breiterer, mit 
Geröll bedeckter Streifen von Alluvium aus, der zuerst 
schwach, dann steiler nach dem Inneren ansteigt, von vielen 
kleinen Rinnsalen durchschnitten und vielfach so aufgeweicht 
ist, dafs man beim Überschreiten tief einsinkt. Höher hin 
auf findet man viel Treibholz und Walfischknochen, woraus 
Richard schliefst, dafs die Insel im Aufsteigen begriffen ist 
oder begriffen war. Die Gesteinsproben weisen nach Prof. 
Nathorst auf die Juraperiode hin; die von Dollfus gesammel 
ten Stücke aus der Steinkohlenzeit seien ebenso wie einzelne 
Granit- und Gneisblöcke mit dem Treibeis hierher gelaixgt. 
Das Vogelleben der Hopeinsel ist äufserst dürftig, Richard 
fand nur vier Vogelarten; dagegen ist der Pflanzenwuchs ver- 
hältnismäfsig reich (u. a. schöne Büschel blühenden Polar 
mohnes). Fast immer ist die Insel ganz oder teilweise in 
Nebel gehüllt. 
— Über die neuere Forschungs- und Kolonisations- 
thätigkeit der Fi’anzosen auf Madagaskar giebt R. Jogan 
in den C. R. der Pariser Geogr. Ges. (1899, S. 16) eine aus 
führliche Übersicht, der wir folgendes entnehmen: Leutnant 
Braconnier hat seit Dezember 1897 das Stromgebiet des Man- 
goro, des Maschora und Sakalina (Ostküste, 19 bis 20° südl. 
Br.) durchforscht. Ausgedehnter ist der Umfang der Unter 
suchungen des Kapitäns de Thuy, September bis Dezember 
1897, im Gebiete des grofsen, an der Westküste mündenden 
Mangokystromes, das noch so gut wie unbekannt war. Land 
einwärts reichen seine Routen bis Fianarantsoa. Es stellte 
sich heraus, dafs der Mangoky zum grofsen Teil schiffbar 
ist. Im Osten hat Kapitän Lefort von Oktober bis Dezember 
1897 die ebenfalls noch wenig bekannten Küstenflüsse zwi 
schen der Mananaramündung und dem Fox-t Dauphin und 
die Landschaften bis westlich Fiarantsoa, Ihosy und Betroky 
untersucht. — Die Route Tamatave - Tananarivo ist jetzt 
300 km weit fahrbar, während auf der bekannten Strafse 
Majunga-Tananax-ivo, so weit sie Landweg, die Arbeiten noch 
nicht ganz beendet sind. Die Sti’afsen Tananarivo-Fianarant- 
soa-Ihosy, Tananarivo-Alaotrasee und Fianarantso-Manand- 
jary (Ostküste) sind noch im Bau, aber schon mehr oder 
weniger benutzbar; allerdings fehlt es an Zugtieren. Auch 
den Bau von Eisenbahnen beginnt man zu erwägen; auf 
mehreren Strecken sind Vorstudien vorgenommen, doch hat 
sich herausgestellt, dafs vorläufig nur die Linie Tamatave- 
Tananarivo in Betracht kommen kann, deren Bau vom Kolo 
nialminister bereits acceptiert und an eine Gesellschaft vergeben 
ist. Sie wird 371 km lang sein. Erwähnung verdient auch 
die Kommunikation, die durch die Lagunen an der Ostküste 
auf 100 km zwischen Tamatave und Andovoranto ermöglicht 
wird; man hat die Lagunen durch Kanäle miteinander ver- 
bunden. Ein neuer Leuchtturm ist bei Kap d’Ambre an der 
Nordspitze der Insel errichtet, der die Einfahrt in den Hafen 
von Diego Suarez sichert. Das Telegraphennetz wächst stetig. 
Zu den Linien Tamatave-Tananax’ivo und Majunga-Tananarivo 
gesellt sich die Linie Andovoranto-Vatomandry (Ostküste). 
Die Insel, so meint der Berichterstatter, dürfe jetzt im ganzen 
als beruhigt gelten. 
— Bonins zweite Reise in China. Der französische 
Kolonialbeamte Bonin ist seit Anfang v. J. auf einer neuen 
Reise im südwestlichen China begriffen, auf der er zunächst 
die noch unbekannten Teile des mittleren Yangtsekiang auf 
zunehmen gedachte. Man erinnert sich, dafs Bonin auf sei 
ner ersten Reise 1895/96 die auffällige Entdeckung machte, 
dafs der Yangtsekiang, durch ein Bergmassiv gezwungen, 
unterhalb Likiang etwa 100 km weit nach Norden ausbiegt, 
bevor er sich seinem südlichsten Punkte zuwendet (vgl. Glo 
bus, Bd. 70, S. 163). Diese Entdeckung, die Bonin auf seiner 
Karte (Bull. Pax\ Geogr. Ges. 1898, Heft 4) aufrecht erhält, 
bedarf der Bestätigung, und diesem Zwecke gilt mit die neue 
Reise Bonins. Aus seinen bisherigen Berichten (C. R. Par. 
Geogr. Ges. 1898, S. 33 mit Karte) geht hervor, dafs er den 
Kapitän de Vaulserre von Suifu den Yangtsekiang aufwärts 
schickte, um die noch bestehenden Fragen zu lösen, während 
er selbst im Osten des Stromes auf einem östlich von Babers 
Route verlaufenden Wege das Mangtseland südlich bis Tung- 
tschuanfu durchzog und sich dann im Oktober über dexx 
Yangtsekiang nach Tatsienlu wandte. Bonin gedachte über 
Talifu in Tibet einzudringen, wurde aber durch Feindselig 
keiten der Chinesen vorher abgedrängt; jetzt will er den 
Versuch von Tatsienlu aus machen, also jedenfalls über Ba- 
tang. Man darf sich von Bonin wichtige Aufschlüsse über 
die wenig erforschten westlichen Teile Szetschuens ver 
sprechen, ob es ihm aber gelingen wird, gerade über Batang 
nach Tibet zu gelangen, steht dahin; denn in Batang wurden 
viele seiner Vorgänger gezwungen, nach Süden umzubiegen. 
Verantwortl. Redakteur: Dr. R. Andree, Braunschweig, Fallersleberthoi-Promenade 13. — Druck: Friedr. Vieweg u. Sohn, Bi-aunschweig.
	        

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