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Anthropos, 104.2009

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Volltext: Anthropos, 104.2009

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714790
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714790
Persistenter Identifier:
BV041717830
Titel:
Zeitschrift für Volkskunde
Weitere Titel:
Zeitschrift für Volkskunde
Erscheinungsort:
Münster [u.a.] ; München ; Berlin
Verlag:
Waxmann, Deutsche Gesellschaft für Volkskunde
Erscheinungsjahr:
1929
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-709978
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709978
Persistenter Identifier:
DE-11-001938297
Titel:
Zeitschrift für Volkskunde, 87.1991
Erscheinungsjahr:
1991
Signatur:
LA 8001-87
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
87. Jahrgang 1991, II. Halbjahresband
Sonstige Person:
Korff, Gottfried
Scharfe, Martin
Müller, Heidi
Vanja, Konrad
Roth, Klaus
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Anthropos
    -
  • Anthropos, 104.2009
    [687]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Titelseite
    -
  • Impressum
    -
  • Inhaltsverzeichnis: [Inhalt] 104.2009/1
    [1]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 104, 2009, Heft 1
    [3]
  • Zeitschriftenartikel: The Early Magistrates and Kings of Kanem as Descendants of Assyrian State Builders / Lange, Dierk
    [3]
  • Zeitschriftenartikel: How to Explain Access to the Field. Lessons from Fieldwork among the Yedina (Or Buduma) of Lake Chad / Heiss, Jan Patrick
    [25]
  • Zeitschriftenartikel: Migration und Gewalt gegen Frauen. Über unsichtbare Migrationsgründe und Neuverhandlungen im Migrationsprozess / Wagner, Heike
    [41]
  • Werbung
    [62]
  • Zeitschriftenartikel: Les rites liés à la religion orthodoxe russe en France / Nicolini, Isabelle
    [63]
  • Zeitschriftenartikel: Hombre bárbaro versus hombre silvestre en la Nueva Espana ¿Ideas exóticas de origen europeo? / Thiemer-Sachse, Ursula
    [81]
  • Zeitschriftenartikel: Jaillis sagrados. Textanalyse zweier Quechua-Gedichte / Mitzam, Michaela
    [93]
  • Werbung
    [112]
  • Zeitschriftenartikel: Fuego, purificación y metamorfosis. Significación y simbolismo ígneo entre los Pilagá (Chaco Central, Argentina) / Idoyaga Molina, Anatilde
    [113]
  • Werbung
    [130]
  • Zeitschriftenartikel: Homo socialis in Schwierigkeiten. Befund und kulturtheoretische Perspektiven / Kneitz, Peter
    [131]
  • Werbung
    [160]
  • Zeitschriftenartikel: [Berichte und Kommentare] Überlegungen zur Verwendung einer tätowierten Maori-Spirale als Institutslogo / Schifko, Georg
    [161]
  • Zeitschriftenartikel: Sir Sayyid Ahmad Khan's Framework for the Educational Uplift of the Indian Muslims during British Raj / Belmekki, Belkacem
    165
  • Zeitschriftenartikel: Shi'i Institution of Temporary Marriage in Tehran. State Ideology and Practice / Niechcial, Paulina
    172
  • Zeitschriftenartikel: Coffee, Gender, and Tobacco. Observations on the History of the Bedouin Tent / Saidel, Benjamin A.
    179
  • Zeitschriftenartikel: The Individual and Social Self. An American and African Illustration of Differences / Hamer, John
    186
  • Zeitschriftenartikel: Reviewing the Flores Hobbit Chronicles / Bednarik, Robert G.
    195
  • Zeitschriftenartikel: Indigenous Religions. A Review Essay / Geertz, Armin W.
    198
  • Zeitschriftenrezension: Rezensionen
    [203]
  • Werbung
    [274]
  • Literaturverzeichnis: Neue Publikationen
    [275]
  • Werbung
    [286]
  • Literaturverzeichnis: Zeitschriftenschau
    [287]
  • Werbung
    [304]
  • Autorenindex
    [305]
  • Inhaltsverzeichnis: [Inhalt] Anthropos 104.2009/2
    [309]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 104, 2009, Heft 2
    [311]
  • Titelseite
    [687]
  • Impressum
    [688]
  • Inhaltsverzeichnis: Autorenindex
    [689]
  • Inhaltsverzeichnis: Rezensenten
    694
  • Inhaltsverzeichnis: Geographischer Index
    [695]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

210 
Rezensi 0116 ’ 11 
wird als relationale Kategorie verstanden und mit ande 
ren Machtphänomenen in Beziehung gesetzt. 
Das Buch ist interdisziplinär angelegt, in vier Teile 
gegliedert und umfasst insgesamt 16 Beiträge. Zu den 
Autorinnen und Autoren zählen afrikanische und US- 
amerikanische Sozialanthropologinnen, Historikerinnen, 
Juristinnen und Soziologinnen. Nur ein männlicher Au 
tor ist vertreten, was die Tatsache spiegelt, dass die 
Geschlechterforschung in Afrika im Wesentlichen von 
Wissenschaftlerinnen betrieben wird. Allerdings be 
schränken sie sich längst nicht mehr auf die Frauenrollen, 
sondern nehmen Geschlechterverhältnisse insgesamt in 
den Blick. Einzelne Autorinnen setzen sich auch expli 
zit mit Maskulinitätskonstrukten und den historisch be 
dingten Brüchen im Rollenverhalten von Männern aus 
einander. Regional konzentrieren sich die Fallstudien auf 
Westafrika, insbesondere auf Ghana und Nigeria, einzel 
ne Beiträge widmen sich Uganda, Kenia und Südafrika. 
Die folgenden Beispiele illustrieren exemplarisch die 
vier Schwerpunkte des Buches, konkret die Variationen 
von Geschlechterkonstrukten, den Aktivismus von Frau 
en und Frauenorganisationen in der Öffentlichkeit, die 
Performanz und Repräsentation von Gender sowie In 
terdependenzen zwischen Maskulinitäts- und Senioritäts- 
konzepten. 
Ausgehend von der Tatsache, dass es insbesondere 
während der 1990er Jahre heftige Kontroversen über 
die Frage gab, inwieweit Herkunft und Nationalität die 
Forschung beeinflussen, zielen die Herausgeber und 
Autorinnen darauf ab, die Polarisierungen zwischen 
US-amerikanischen und afrikanischen Forscherinnen zu 
überbrücken. So erläutern Nwando Achebe und Bridget 
Teboh, dass sie sich situationsspezifisch als nigeria 
nische oder kamerunische Forscherinnen positionieren, 
aber auch als afrikanische Wissenschaftlerinnen oder als 
Igbo- bzw. Moghamo-Forscherinnen auftreten. Beide ab 
solvierten ihre universitäre Ausbildung in den USA und 
kehrten für ihre empirischen Studien in ihre Heimat 
länder bzw. Herkunftsgebiete zurück. Selbstkritisch set 
zen sie sich mit ihren eigenen Prämissen über Frauen 
in Afrika auseinander und zeichnen ein differenziertes 
Bild der Geschlechterverhältnisse in ihren Gesellschaf 
ten. Sie erläutern, wie flexibel sie ihre Forschungsmetho 
den, konkret ihre Kommunikations- und Interaktionsfor 
men, gestalten mussten, um den Eindruck zu vermeiden, 
sie würden sich bei ihren Interviews wie Kolonialherren 
verhalten. Ihre Gratwanderung zwischen Nähe bzw. Zu 
gehörigkeit und Distanz legen sie sehr persönlich offen. 
Außerdem diskutieren sie grundsätzliche Fragen, z. B. 
in welchem Land sie ihre Studien veröffentlichen sollen 
und wo sie als Wissenschaftlerinnen eine berufliche Zu 
kunft haben. 
Auch im zweiten Teil des Buches, der sich der Rol 
le von Frauen und Frauenorganisationen in der Öffent 
lichkeit widmet, geht die ghanaische Sozialanthropolo 
gin Takyiwaa Manuh auf die Problemlage an afrikani 
schen Universitäten ein. Sie kritisiert, dass viele Regie 
rungen die tertiäre Bildung sträflich vernachlässigen wür 
den und Universitätsbibliotheken nur rudimentär ausge 
stattet seien. Dies würde nicht nur den “Brain Drain” afri 
kanischer Wissenschaftler beschleunigen, sondern aLlC ^ 
die Entwicklung eigener Forschungen behindern. K° n 
kret bedeutet dies: Viele Forscherinnen und Forsch 
sind darauf angewiesen, praxisrelevante Studien für 
Wicklungsorganisationen zu erstellen, um ihre Existe 
zu sichern. Manuh beklagt, dass theorieorientierte F° f 
schung, die für die Formulierung eigener Profile notW® a 
dig wäre, weder von internationalen Gebern noch v 
staatlichen Stellen gefördert wird. Finanzielle Strukt uf 
problème konstatiert sie auch für Frauenorganisation®^ 
Frauenpolitik werde von regierungsnahen Organisch 0 
nen bestimmt, die häufig von der Präsidentengattin r 6 
leitet werden. Nicht nur in Ghana erschweren diese 
Arbeit unabhängiger Frauenorganisationen. Um so P r ° 
blematischer ist es für Frauennetzwerke, gesellschat 
che und politische Kernprobleme anzugehen, etwa 
rechtlichen Ungleichheiten oder die häusliche Gewalt- 
Die Sozialanthropologin Paulla Ebron zeigt die 
terdependenzen zwischen Performanz und Gender 
Beispielen aus verschiedenen westafrikanischen Lan® 
auf. Auf diese Weise will sie die Bedeutung regt 0 ^ 
1er und innerafrikanischer Vergleiche unterstreichet 1 - ^ 
analysiert die performativen Elemente in Dokumentat 
men, die sich dem Selbstverständnis einzelner Affi*^-, 
rinnen annähem und ihre widersprüchliche Lebenst®^ 
tät zeigen. Konkret geht es um den Film “Selbe et 
d’autres” der senegalesischen Filmemacherin Saft „ 
ye und den ghanaischen Film “Asante Market WoH 1 
gedreht von Charlotte Boaitey und Claudia Milne- ^ 
Filmkritik arbeitet u. a. die konträren wirtschafth c ^ ( 
und familiären Rollen von Frauen heraus und belette 
die daraus resultierenden Konflikte. Gleichzeitig 11 
triert Ebron an einzelnen Filmsequenzen, wie Ehet 11 ^ 
ner Streitigkeiten zwischen ihren Ehefrauen wahmeh 
und ihre männliche Vormachtstellung durch verseht® 
ne Strategien der “Streitschlichtung” immer wieder 
fordern. Dieser Fokus, die Analyse männlicher R ea ^ 
nen auf weibliche Handlungsspielräume, durchzieht 
ihre Fallstudien in Gambia. Dort untersucht sie u. a . ^ 
Auswirkungen ländlicher Entwicklungsprojekte aU ^ 
Geschlechterverhältnisse. Im letztgenannten Fall , 
deutlich, dass die Förderung der wirtschaftlichen 
ständigkeit von Frauen durch den Verkauf von 
massive Gegenreaktionen der Männer zur Folge hat- 
se werden vor allem in verbalen Gefechten ausgetf % 
die gezielt auf die symbolreichen Geschlechterkons 
Bezug nehmen und die kulturell zugeschriebenen v 
gerrollen von Frauen und Männern karikieren. . .-pa 
Unter Bezugnahme auf den Titel des Buches A 
after Gender?” reflektiert die ugandische Gend? r $ 
scherin und Literaturwissenschaftlerin Helen Na ^ (V 
Mugambi über die unterschiedlichen Ansätze in :iV 
kanischen Geschlechterforschung. Gerade weil ^ 
eine große Spannbreite an Positionen, Konzept® 11 si® 
Ansätzen die Forschungslandschaft präge, f° r 
eine intensive Fortführung der empirischen und t y 
tischen Studien. Sie plädiert für intensivere Dial°£.^ ^ 
sehen Wissenschaftlerinnen, die eher theorieorieflti ^ 
beiten, und Frauen, die an der gesellschaftlich® 11 ^ eC jr 
oder in Organisationen und Institutionen die Ges® 
104.2« 09 
deU 
ßi 1 
Anthropos
	        

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