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Transparenz - Schlüsselbegriff einer politischen Anthropologie der Gegenwart

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Inhalt / Download : Transparenz - Schlüsselbegriff einer politischen Anthropologie der Gegenwart

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714790
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714790
Persistenter Identifier:
BV041717830
Titel:
Zeitschrift für Volkskunde
Weitere Titel:
Zeitschrift für Volkskunde
Erscheinungsort:
Münster [u.a.] ; München ; Berlin
Verlag:
Waxmann, Deutsche Gesellschaft für Volkskunde
Erscheinungsjahr:
1929
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-709990
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709990
Persistenter Identifier:
DE-11-001938327
Titel:
Zeitschrift für Volkskunde, 99.2003
Erscheinungsjahr:
2003
Signatur:
LA 8001-99
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Farbkeil

Strukturtyp:
Farbkeil
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Transparenz - Schlüsselbegriff einer politischen Anthropologie der Gegenwart
    -
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorblatt
    [1]
  • Titelseite
    -
  • Impressum
    [4]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
    [5]
  • Kapitel: Berliner Blätter, Sonderheft 76, 2018
    7
  • Kapitel: Durchsicht. Transparenz als ethnographischer Forschungsgegenstand / Heibges, Maren
    7
  • Kapitel: Transparency International. Transparenz als Korruptionsbekämpfung / Staffiere, Luca
    21
  • Kapitel: Transparentes Hartz IV?! Die Leistungsmittel-Software ALLEGRO / Alber, Nikolai
    39
  • Kapitel: Vom Basar zur Autolieferkette. Unsicherheit und ökonomisierte Verantwortung in den Informationsinfrastrukturen eines globalen Lieferantennetzes / Stark, Fabian
    56
  • Kapitel: Einsichtige Arbeitszeit. Transparenz in der elektronischen Personalzeiterfassung / Dymczyk, Adina
    76
  • Kapitel: Drug Checking in der akzeptierenden Drogenarbeit. Ein umstrittenes Verfahren zur Herstellung von Transparenz illegaler Substanzen und des Drogenmarktes / Kühnert, Nora
    92
  • Kapitel: Seeing like a Subject. Quantifizierende Methoden der Selbstbeobachtung und die Künste der Existenz / Koch-Grünberg, Max
    110
  • Kapitel: Theorie und Praxis der Transparenz. Eine Zwischenbilanz / August, Vincent
    129
  • Autorenindex: Autor_innenverzeichnis
    157
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

Ein wenngleich wichtiger, doch ermüdender wie analytisch etwas zu kurz grei- 
fender Effekt der kritischen Arbeiten zu Transparenz ist häufig die Diagnose, 
dass Transparenz ihre Versprechungen nicht einhält und, salopp gesagt, die 
Dinge verkompliziert. Solche Zumutungen einer durch Transparenz-Praxen 
geprägten Gegenwart thematisiert auch der anthropologische Sammelband 
»Audit Cultures« von Marilyn Strathern (Strathern 2000), geht dann aber weiter 
und interpretiert das in weiten Teilen spezifisch britische Phänomen der groß- 
flächigen Einführung von Audit-Maßnahmen im öffentlichen Dienst, inklusive 
der Akademie, an der Schnittstelle von Foucault’schen Governmentality Stu- 
dies und Michael Herzfelds Politik-Anthropologie. Audit Cultures werden hier 
als neoliberales Phänomen und damit verbundene neue Gouvernementalitäts- 
formen - also Formen der Verschränkung von gesellschaftlichen und subjektge- 
bundenen Machteffekten - diskutiert. Oftmals inspiriert von Michael Herzfelds 
Arbeiten zur durch Bürokratie institutionalisierten Gleichgültigkeit (besonders 
Herzfeld 1993), sehen die Autor_innen des Bandes in den Audit-Maßnahmen 
Formen des institutionalisierten Misstrauens, welche zwar individuelle und 
internalisierte Rechenschaftspflicht produzieren, Staat und Institutionen aber 
letztendlich davon befreien. Audit - also ein etwas spezifischerer Begriff als 
Transparenz - wird hier, ähnlich wie das andere Autor_innen auch im Hin- 
blick auf Transparenz tun (z.B. Coles 2007; Rzepka 2013), als diametraler Wi- 
derspruch zu Vertrauen verhandelt. Statt einer wenig reflexiven Moralisierung 
nehmen die Arbeiten des Bandes explizit die moralisierenden Aspekte von 
Audit-Maßnahmen selber in den Blick und unterstreichen, wie sich gerade im 
scheinbar »politisch korrekten« Auftritt von Audit-Maßnahmen (Rechenschaft, 
Öffentlichkeit, Nachvollziehbarkeit et cetera pp) Machteffekte entfalten können. 
Allerdings sind die meisten Beiträge in »Audit Cultures« eher theoretisch 
oder diskursanalytisch angelegt. Sie sind damit weit entfernt von einer Gegen- 
warts-ethnographischen Perspektive auf Praxis und emergente Praxismuster in 
all ihrer unabgeschlossenen Messiness. Viele argumentieren stattdessen auf der 
gänzlich anderen Skalierungsebene sich entfaltender Disziplinarmethoden im 
Foucault’schen Sinne. Kritisiert worden ist der Band auch dafür, den Analyse- 
rahmen zu einseitig zwischen Unsichtbarkeit und Sichtbarkeit aufzuspannen, 
statt auf Analyseinstrumente außerhalb dieser den Transparenz-Praxen selbst 
innewohnenden Dyade zurückzugreifen (Ballestero 2012). 
Abschließend erscheint mir empirisch, analytisch und akademisch argu- 
mentiert der Fokus auf die Verschränkung der technologischen wie kultür- 
lichen — also auf die materiell-semiotischen Aspekte von Transparenz - am 
produktivsten. Wie bereits oben diskutiert, verschränken Transparenz-Praxen 
empirisch Informationstechnologie und Politik und ermöglichen einen ana- 
'ytisch äußerst relevanten Zugang zur Erforschung von Sozialität in ihrer ak- 
mellen Verquickung von Materialität, Wissen und Moral. Diese Perspektive 
antwortet auch auf den Aufruf aus der Akademie, neue Analvseinstrumente zu
	        

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