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fullscreen: Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft, 18.1888

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Schwartz . 
Wassern dahin getrieben sein . Wie letzteres an die Vorstellung anzuknüpfen scheint , die in einzelnen richteten Wolken „ blasende Windhäupter oder sogen . Gewitter - oder G - rummelköpfe " erblickt , und von einem solchen Wolkenhaupte auch hätte gesagt werden können , dass es mit den himmlischen Regen wassern dahin treibend weiter sein zauberhaftes Sturmlied augestimmt habe , so könnte auch in dem Zug der Pentheussage , der an dem „ Haupt " des Pentheus weiterspinnt , noch ein Nachklang einer ähnlichen Naturanschauung und Vorstelluug stecken . Erinnert doch der Pferdekopf des Hexenmusikanten , auf dem er zum Gewittertanz aufspielt auch an das bare Pferdehaupt des Dadhyanc , dessen Gerippe ( mentlich Kinnbacken und Knochen ) Indra als Waffe für den Gewitterkampf in den ( himmlischen ) Wassern sucht , und in dem eine theriomorphische Auffassung eines solchen Gewitterkopfes uns entgegentritt , — alles len , die auch für das erwähnte Moment an ein Substrat in der Natur denken lassen . Poet . Naturan . I . 128 ff . 
2 . In der zweiten thüringischen Sage ist interessant , wie neben dem Tanz der Hexen das Ganze einen baren Charakter empfängt , indem sie auch mit großen Schwertern fechten . Ein Uebergang in einen derartigen kriegerischen Anstrich der Hexenversammlungen kann bei dem ganzen natürlichen Hintergrunde derselben nicht fremden , wo Wind und Wolken auch je nach modificirter Anschauung auf einander im Kampf loszufahren , die schwerter in der Dunkelheit der Gewitternacht za leuchten und der ganze Lärm des Unwetters zu kriegerischem Ge - bahren zu stimmen schien . Von solchen nächtlichen Kämpfen weiß schon Burchard von Worms zu berichten und oft ist selbst der Aufzug der Hexen schon ein kriegerischer . Unter Fahnen und Trompetenklang und Schall kommen z . B . die ungarischen Hexen nach dem Gebhardsberg bei
	        
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