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Volltext: Geschichte der Königlichen Universitäts-Bibliothek zu Berlin

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„Wenn die Beschränktheit dieses Lokals mit der Beschränktheit 
der darin aufzustellenden Büchersammlung in Proportion steht, so 
konnte dagegen der Contrast dem... Rektor und Senat nicht ent 
gehen, der sich zwischen einer unbedeutenden Bücherzahl, auf welche 
die nächste Aussicht sich beschränkt und zwischen der Vorstellung und 
dem Namen einer Universitäts-Bibliothek, einer Bibliothek der Königl. 
Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, so wie zwischen dem realen 
Zwecke einer solchen sich darbietet. 
Wenn wir die Benutzung einer Bibliothek für 1800 Studirende 
aus den vier Fakultäten, einem Umfange, welche den größten Theil 
und den bedeutendsten der Wissenschaften befaßt, als das Bedürfniß 
vorauszusetzen haben, so ergiebt sich, daß auch eine nur nothdürftige 
Ausrüstung, welche dieses Bedürfniß vor Augen hätte, einen sehr 
bedeutenden Apparat erforderte. Ein Vorrath, der nur den wenigsten 
Nachfragen der Studirenden Genüge leisten könnte, müßte sie des 
Umwegs, zuerst bei der Universitäts-Bibliothek anzufragen, bald 
überdrüssig machen und würde für sie mehr Erschwerung als eine 
zugleich für die Königl. Bibliothek gemeinschaftlich beabsichtigte Er 
leichterung zur Folge haben. Die Herstellung einer dem Namen 
einer Universitäts-Bibliothek in der: Augen der Studirenden und 
des Publikums und dem Zweck entsprechenden Sammlung aber 
würde sogleich für den Anfang eine so namhafte Summe in Anspruch 
nehmen, daß wir uns bei dem unbeschränkten Vertrauen in die allent 
halben erprobte hochgeneigte Vorsorge für das Wohl der hiesigen 
Universität, doch der Hoffnung zu einer solchen und einem dahin 
zielenden ... Antrage enthalten zu müssen glauben." 
Ferner bittet der Senat, den aus den Pflichtexemplaren zu bildenden 
Grundstock der Universitäts-Bibliothek durch die dazu geeigneten Du 
bletten der Königlichen Bibliothek zu vermehren. Die Möglichkeit und 
Billigkeit der Überweisung dieser Dubletten findet er in der künftigen 
Geschäftserleichterung der Königlichen Bibliothek, in der Schonung 
ihrer Bücher, in dem Rechte der Studierenden zu ihrer Benutzung, 
„wodurch sie eine Universitäts-Bibliothek nach einem Theile vertritt, 
der durch die vorsehende Stiftung nur von ihr separirt wird"und endlich 
in den von der Universität der Königlichen Bibliothek seit so vielen 
Jahren zugute gekommenen Jmmatrikulationsgebühren. 
Am Schlüsse des Berichts wird der Vorschlag gemacht, bei der 
Unzulänglichkeit des vorhandenen und zu erwartenden Büchervorrats
	        
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