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fullscreen: Arbeiten aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamte, 7.1891

375 1. Versuchsreihe. Um den bei der Verbrennung der Preßkohlen auftretenden Geruch zu beobachten, wurden zunächst klein geschlagene Stückchen der einzelnen Sorten auf Drahtnetz offen verbrannt. Unter Rauchbildung trat der bei der Verbrennung jeder Kohlenart ent­ stehende, bekannte Geruch der gasförmigen, brenzlichen Produkte auf, welcher sich in keiner Weise von dem beim Brennen der guten Braunkohlen sich bemerkbar machenden unterschied. 2. Versuchsreihe. Um einen vielleicht deutlicher wahrnehmbaren Unterschied der sich entwickelnden gasförmigen Produkte hervorzubringen, wurden kleine Mengen der Kohlen der trockenen Destillation unterworfen; wie beim Erhitzen jeder Kohle entstanden eine Menge mehr oder weniger flüchtiger, organischer Verbindungen, deren Eindruck auf das Geruchsorgan von dem durch Braunkohlendestillation hervorgebrachten nicht abwich. Allein die Steinkohlenbriquettes ließen sehr übel riechende Gase entweichen, ans denen sich bei der Berührung mit einer kalten Fläche Schwefel abschied. 3. Versuchsreihe. Es wurde mm zur Bestimmung des Aschengehaltes der Kohlen geschritten. Um richtige Durchschnittsproben zu erhalten, mußte von jeder einzelnen Preßkohle ein Stück abgeschlagen und im Porzellanmörser fein zerrieben werden; das von je einer Kohlen­ sorte erhaltene Pulver wurde innig gemischt und durch Sieben von allen gröberen Theilchen befreit; je ‘2,o g des feinen Kohlenstaubes kamen zur Veraschung, deren zahlen­ mäßiges Ergebniß nachstehend unter Beifügung einiger über Farbe und Verhalten der Asche beim Befeuchten mit Wasser und mit Salzsäure gemachten Beobachtungen zu­ sammengestellt ist. Nr. Marke Asche % Aussehen der Asche Die Asche entl mit Wasser nieselt beim Befeuchten mit verdünnter Salzsäure 1 A. 10,31 gelb keinen Geruch schwach Schwefelwasserstoff 2 B. kl. Form 10,27 grauweiß - „ „ 3 B. gr. „ 10,6 weiß „ „ 4 C. kl. „ 9,57 rothbraun „ „ 5 C. gr. „ 5,12 grauweiß „ „ 6 D. 8,83 gelbweiß Sp. H2S „ 7 E. 5,32 braun keinen Geruch feilten Geruch 8 F. 7,56 grauweiß „ schwach Schwefelwasserstoff 9 G. 11,21 weiß „ „ 10 H. 11,75 dunkelgrau „ „ 11 Preßsteinkohle 21,54 „ „ 12 Braunkohle 2,77 grauweiß " " Wenn auch der Aschengehalt der einzelnen Preßkohlensorten unter sich in quan­ titativer Hinsicht nicht unbedeutende Unterschiede aufweist, so bietet er doch für den vorliegenden Fall nichts bemerke ns werth es, da er aus den üblichen Grenzen nach keiner Richtung heraustritt; nur das Eine läßt sich erkennen, daß nämlich dieselbe Preßkohlen-
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