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Volltext: Die Thatsachen in der Wahrnehmung

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sie an Thatsachen Neues behauptet , mufs durch Beobachtung und Versuch geprüft und bestätigt werden . Hypothesen , die einen chen thatsächlichen Sinn nicht haben , oder überhaupt nicht sichere und eindeutige Bestimmungen für die unter sie fallenden sachen geben , sind nur als werthlose Phrasen zu betrachten . 
Jede Zurückfahrung der Erscheinungen auf die zu Grunde liegenden Substanzen und Kräfte behauptet etwas liches und Abschliefsendes gefunden zu haben . Zu einer dingten Behauptung dieser Art sind wir nie berechtigt ; das laubt weder die Lückenhaftigkeit unseres Wissens , noch die Natur der Inductionsschlüsse , auf denen all unsere Wahrnehmung des Wirklichen vom ersten Schritte an beruht . 
Jeder Inductionsschlufs stützt sich auf das Vertrauen , dafs ein bisher beobachtetes gesetzliches Verhalten sich auch in allen noch nicht zur Beobachtung gekommenen Fällen bewähren werde . Es ist dies ein Vertrauen auf die Gesetzmäfsigkeit alles Geschehens . Die Gesetzmäfsigkeit aber ist die Bedingung der Begreifbarkeit . Vertrauen in die Gesetzmäfsigkeit ist also zugleich Vertrauen auf die Begreifbarkeit der Naturerscheinungen . Setzen wir aber aus , dafs dafs Begreifen zu vollenden sein wird , dafs wir ein tes Unveränderliches als Ursache der beobachteten gen werden hinstellen können , so nennen wir das regulative Prin - cip unseres Denkens , was uns dazu treibt , das Causalgesetz . Wir können sagen , es spricht das Vertrauen auf die mene Begreifbarkeit der Welt aus . Das Begreifen , in dem Sinne , wie ich es beschrieben habe , ist die Methode , mittels deren unser Denken die Welt sich unterwirft , die Thatsachen ordnet , die Zukunft voraus bestimmt . Es ist sein Recht und seine Pflicht die Anwendung dieser Methode auf alles Vorkommende
	        
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