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fullscreen: Baessler-Archiv, 13=38.1965/66(1966)

Baessler-Archiv, Neue Folge, Band XIII (1965) 
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aus zwei Holzbrettchen, deren eines in der linken Hand liegt, während das 
andere mit der Rechten drauf geschlagen wird: 
Abb. 24, 52, Fig. 69. In manchen Dörfern sind die beiden Holzplatten, 
aus denen das „tengere horon“ besteht, ganz gleichartig verziert. In Kolenze 
ist an beide Hälften ein Frauenkopf, ein Bild des Faro, angeschnitzt (Fig. 52). 
In anderen Dörfern aber, etwa in Nohoun-Bozo, woher ich die abgebildete 
Klapper Abb. 24 mitbrachte, beschränkt sich der figurale Schmuck auf das 
Oberbrett. In Gomitogo hinwiederum sind die Klappern nur mit geome 
trischen Mustern, und zwar genau den gleichen Ornamenten, die man dort 
an den Tongefäßen sieht, geschmückt (Fig. 69). Aus dem Angedeuteten wird 
offenkundig, daß sich im Podo zahlreiche Schnitzstile überschneiden, und daß 
die soziologischen Bedingungen für die Holzschnitzerei hier besonders inter 
essant sind. 
Zur Stoffmalerei 
In einigen Dörfern der Bambara des Podo blüht heute noch die Baumwoll 
stoffmalerei, die in vielen anderen Teilen des Bambaralandes schon der Ver 
gangenheit angehört. Bemalt werden rechteckige Mädchen- und Frauenschurze 
(Abb. 25) sowie kurze, hemdartige Männertuniken (Abb. 26). Diese Ge 
wänder sind aus schmalen, weißen Stoffbahnen zusammengesetzt, die im 
Lande selbst auf den Männertrittwebstühlen hergestellt werden. Will man die 
Kleider bemalen lassen, so näht man zunächst die Stoffbahnen zusammen. 
Erst wenn man mit dieser Arbeit fertig ist, übergibt man den Stoff der 
Zeichnerin. L. Frobenius schreibt im Tagebuch Ethnologie II der DIAFE II, 
das im Frobenius-Institut liegt, p. 1, daß nach seinen Erfahrungen im Bele- 
dougou 1907 die Zeichnerinnen keiner bestimmten Kaste angehörten, sondern 
„ . . . aus allen Familien stammen können . . .“. Das stimmt mit den Beob 
achtungen, die ich 1964 im Bambaradorf Sirabougou machen konnte, überein. 
Nach Auskünften, die ich 1962 im Bambaradorf Diablo bei Djenne erhielt, 
werden die Zeichnungen nach „Handspannen“ bemalten Stoffes bezahlt. 
Die meisten bemalten Stoffe, die etwa in Sirabougou am Bani heute noch 
am Alltag getragen werden, sind zweifarbig, schmutzigweiß und dunkelbraun, 
wie ein Knabengewand „kamalin dloki“ aus Sirabougou-Bambara, das ich 
Abb. 26 abbilde. Nur besonders kostbare Stücke sind dreifarbig, das heißt, 
zu der oben angegebenen weißen Grundfarbe kommt noch gelb hinzu, wie 
auf dem Frauenschurz „pesche“ der Bambara von Sirabougou (Fig. 25). Mit 
dieser gelben Farbe, die sich bei den Bambara großer Beliebtheit erfreut, wer 
den auch ganze Tuniken und Hauben eingefärbt. Der Vorgang des Färbens 
32 Baessler-Archiv XIII
	        
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