Das Spinnrad, welches in Fig. 43 dargestellt ist, hat ein sehr
kleines Rad zu einem langaufragenden Wockenstock. Es ist sehr
reich und zierlich gedrechselt und mit Reliefschnitzerei geschmückt.
Ausser diesen Gegenständen besitzt das Museum noch ein Tinten
fass in grüner Kachel, welches wahrscheinlich importirt ist, und eine
grosse Probe von blauer Leinwand, auf welcher die Leidensgeschichte
2/9 natürlicher Grösse
Fig. 41. Teller.
natürlicher Grosse
Fig. 4C1. Flachsbreche
Fig. 40.
Mangelbrett.
in weisser Kontur angegeben ist. Da sich die Zeichnung in regel
mässigen Reihen wiederholt, ist wohl kein Zweifel, dass sie mit dem
Stempel aufgedruckt ist. Die beiden letzten Stücke sind hier nicht
mit abgebildet. Das Volksfest in Treysa. Als die deutsche Anthropologische
Gesellschaft im Jahre 1895 ihren Congress in Cassel abhielt, wurde
ihr zu Ehren ein Ausflug nach dem kleinen Städtchen Treysa unter
nommen. Hier hatte sich das Landvolk der Schwälmer zu einem
Festzug versammelt. Vom Walde kamen sie gezogen, angeführt