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Menfdh und Tier.
Nach Unterjuchungen am Sibbongehirne ijt ba8 Gebiet ber eigentliden Stirn-
region im Vergleid) gum gejamten Gtirnlappen fehr fein, ba bie 9Drügentralregion weit nach
vorn fid) au$befnt. O©erade derjenige Teil des Stirnhirns, den man früher als III. Stirn-
minbung aufgefaBt ober ifr zugerechnet Hatte und der feinem Äußeren Verhalten nach zweifel-
[o$ am efeiten al$
folchein Betracht fäme,
gehört nad) X. Brod-
mann Hijtologifd) nicht
zur eigentlichen Stirn-
Dirnrinde, jondern gum
präzentralen motori-
idjen Typus. ener
Windungszug = fann
demnach = feinesfall8
der unteren GStivn-
windung bed Menjchen
Homolog fein, jondern
entfpricht feinem ftrut-
furellen Aufbau und
damit feinem fajer-
fyjtematijhen Bezie-
Hungen und feiner Zunk-
tion nach der vorderen
Bentralwindung, aljo der
motorijdjen Zone des
Menjdhen. Von dem
ichnabelfdrmig jugefpis-
ten Stirnhirn, dem Stirn-
jehnabel, gehört ein weit
Éleinerer Teil der eigent-
lichen Stirnhirnrinde an,
ald man nach) ber üupe-
ren Oberflachengeftaltung
erwarten jollte.
Ant dem von Brodmann
unterfuchten Sdyimypan-
fengehirn fanden {id
Surden und Mindungen
des Stirnlappens, über deren äußere Ähnlichkeit mit entfpredenden Bildungen beim Menfchen
faum ein Streit müglid) wäre. Die Homologie der einzelnen Stirnwindungen, inébejonbere
eine untere Stirnwindung, würde zweifelsfrei feftftehen, wenn dem nicht der Giftologijch-topographijche
Befund woiberjprüdje. Die Dritte Stirnwindung zeigte weniagftenz in feinem größeren Teil
nicht den Bau der menjelihen, eigentlidhen Stirnrinde, fondern die hijtoloatjche Struktur des
Präzentraltypus; fie ijt nach Brodmann Homolog dem motorifhen Rindengebiete bed Menjdhen und
nicht der Brocajchen Spracdhzone. Die dem Men|chen eigentümlicdhe untere dritte Stirn-
minbung (Subregio unitostriata infrafrontalis nach $O. Bogt und Knauer), bie durch einen
eigenartigen Schhidhtenban Harakterifiert ijt, findet jid bei keinem Säugetier.
Sm Anfhluß an dieje Beobachtungen weift Brodmann darauf hin, daß die makrofjkopijch-
morpholoatiche Methode, nach welcher D. Rlaatf…), wie im Sfelettbau, fo auch im SGehirnbau