6Zweitens: Je mehr er das Mechanische,
Klang der Wörter und Fall des Sylbenmaßes,
mit dem innern Sinn der Rede in Uebercinsttm-
mung bringt. Anders: Je mehr er Ähnlich
keit mit dem vorzustellenden Gegenstände selbst,
in die sinnliche Empfindung der Zeichen legt, die
diesen Gegenstand andeuten. Oder noch anders:
Je mehr er seine bloß willkührlichen Zeichen den
natürlichen nähert.
In der Musik fällt der erste Verstand des
Worts: Malercy weg, und nur der zweyte
bleibt. Die Töne der Musik sind keine willkühr
lichen Zeichen; denn es ist nichts, was man sich
dabey denken wollte, verabredet; sie thun ihre
Wirkung nicht durch etwas, das durch sie ange
deutet würde, sondern durch sich selbst, als solche und