der Firma Paul Aug. Hoffmann (gegr. 1888). Als diese vor nunmehr bald sechs Jahren die Urheber- und Verlagsrechte
des „Reichs-Telefonbuch“ erwarb, sah es auch in diesem Hause, wie damals bei so vielen deutschen
Geschäften, traurig aus. Außerordentlich schlechter Auftragseingang, Verluste des Unternehmens,
sinkende Angestelltenlöhne, rückgängige Vertreterprovisionen, so spiegelte sich auch beim „Reichs-Telefonbuch“
das Zerrbild einer dem Tode geweihten Epoche des Verfalls wider. Erst als durch Adolf Hitler und seine
Machtübernahme auch die deutsche Wirtschaft wieder vertrauensvoll in die Zukunft blicken konnte, erholte
sich das „Reichs-Telefonbuch“ und mit ihm zahlreiche andere Adreßbücher von der schweren Krise der voraufgegangenen
Jahre. Wie überall war die Entwicklung auch im Verlag des „Reichs-Telefonbuch“ nun eine
sprunghafte. 1932 waren in der Firma Paul Aug. Hoffmann nur 5 Büroangestellte und 10 Vertreter tätig, heute
hat sie einen Stamm von fast 40 geschulten Mitarbeitern im Innendienst und beschäftigt ständig fast 30 Vertreter!
Für alle Mitarbeiter des Unternehmens konnten dank dieser glückhaften Entwicklung wichtige soziale Maßnahmen,
insbesondere eine großzügige Altersversorgung, zur Durchführung gelangen.
Als Nachschlagewerk beliebt und geschätzt, als Werbemittel allgemein anerkannt, durch erfahrene Fachleute
geleitet, von erstklassigen Mitarbeitern bearbeitet, in den größten deutschen Druckereien graphisch vorbildlich
hergestellt, von weltanschaulich und fachlich gleichermaßen geschulten Vertretern der Wirtschaft als
Nachschlagewerk und Werbemittel angeboten — so beginnt das „Reichs-Telefonbuch“ und sein Verlag die
zweite Jahrhunderthälfte seiner Existenz, eingedenk der Aufgaben, die ein so wichtiges Wirtschaftswerkzeug
wie das „Reichs-Telefonbuch“ in der nationalsozialistischen deutschen Wirtschaft zu erfüllen hat.