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Volltext: Zeitschrift für Ethnologie, 37.1905

e A, Lissauer; 
Zahl 531 und mit Zurechnung der immerwährenden Mitglieder 536.. Gegen 
das: Vorjahr, in welchem wir am Sehlusse. 597. ordentliche Mitglieder 
hatten, ein kleiner Zuwachs von 9 Mitgliedern. 
‘Auch für solche. Forscher, welche, obwohl nicht zur Gesellschaft ge- 
hórig, uns doch wenigstens in den Zielen nahe standen, ist das ablaufende 
Jahr vielfach verderblieh gewesen Ich erinnere nur an den Tod von 
Brandes, de Brazza, Cohen, Graeven, Oppert, v. Wissmann. 
Ich bitte Sie, zu Ehren aller dieser Toten sich von ihren Sitzen zu 
erheben. (Geschieht.) - 
Bei der steigenden Hóhe der Ausgaben, welche durch -die reiche Aus- 
stattung unserer Zeitschrift und die dringenden Bedürfnisse der Bibliothek 
bedingt ist, wäre eine Vermehrung der Zahl der ordentlichen zahlenden Mit- 
glieder sehr zu wünschen. Der Staatszuschuss von 1500 Mk., fiir den wir 
dem Hrn. Unterrichtsminister In hohem Grade dankbar sind, geniigt bei 
weitem nicht, um die laufenden Bedürfnisse so weit zu decken, dass wir 
mit einem ausreichenden Bestande an Mitteln in das neue Verwaltungs- 
jahr ‚eintreten können. Dazu tritt die bedeutende ausserordentliche Aus- 
gabe für das neue Generalregister, welches hoffentlich gegen Ende des 
nächsten Jahres erscheinen wird, aber schon jetzt seine Schatten auf 
unsere Kasse vorauswirft, wie Sie aus dem nach mir zu erstattenden Be- 
richt unseres Schatzmeisters ersehen werden. Der Vorstand muss daher 
von neuem an den Eifer der Mitglieder appellieren, dass sie uns neue 
zahlende Mitglieder zuführen. 
Unsere Veröffentlichungen bieten ein reichhaltiges Bild von der viel- 
seitigen Tätigkeit, welche in den Verhandlungen der Gesellschaft zutage 
tritt. Wir haben ausser den 10 satzungsgemässen Sitzungen noch zwei 
ausserordentliche halten müssen, um den Wünschen der Mitglieder, welche 
sich zu Vorträgen meldeten, nur einigermassen gerecht zu werden. | 
Eine gedrüngte Übersicht nur über die grósseren wird dies am besten 
erweisen: 
Aus der somatischen Anthropologie sprachen Branco und Waldeyer 
(Klaatsch) über die Eingeborenen Australiens, v. Luschan über ein 
rachitisches Chimpanse-Skelett, H. Virchow über Füsse von Chinesinnen, 
ich selbst über die Schädel aus Turfan. 
Aus der Ethnologie hörten wir die Vortráge von Baessler über 
Fischerei auf Tahiti, von Brandenburg, v. Luschan und Traeger über 
Kysylbasch- und Jürükendürfer, von Grünwedel, Müller und Stónner 
über die Resultate der Turfan-Expedition, von Haberer über die Menschen- 
rassen des japanischen Reiches, von Kiessling über das ethnologische 
Problem des alten Griechenland, von Nordenskiold über die Ethno- 
oraphie und Archäologie im Grenzgebiet Zwischen Peru und Bolivia, von 
Passarge über das Okawango-Sumpfland und seine Bewohner, von Seler 
über die Bewohner der alten Landschaft Michuaean und über zapotekische 
Bilderschriften, von Solberg über Gebräuche der Mittelmesa-Hopi, von 
Traeger über die Troglodyten des Matmata in Südtunis und von Velde 
über altchinesische Waffen. 
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