dgv-mitteilungen
Editorial
Wir betrauern unsere verstorbenen Kolleginnen und Kollegen, unabhängig
davon, ob sie Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde
waren oder nicht:
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m;
Prof. Dr. Eno Beuchelt, Köln;
Dr. Herbert Ganslimayr, Bremen;
Prof. Dr. Dr. Joseph Henninger.
Dr. Sigurd Körber, Überlingen;
Dr. Heinz Kühne, Salzburg;
Walther Liebehenz, Göttingen;
Dr. Hans Rhotert, Stuttgart;
Dr. Annemarie Schweeger-Hefel, Wien.
St. Augustin;
Ein lebhaftes Echo fand der Aufruf im Mitteilungsblatt 19, Nachrichten
aus den Instituten und Museen, aus benachbarten Gesellschaften, internationalen
Fachverbänden etc. für die neu eingerichteten Rubriken an die Geschäftsstelle
zu schicken. Die ermutigenden Reaktionen gerade auch aus dem
Ausland lassen für die Zukunft regen Austausch erwarten.
Die anstehenden Evaluierungsmaßnahmen in den fünf neuen Bundesländern
werfen ihre Schatten voraus. Es hat augenblicklich den Anschein, als
ob die Völkerkunde mit erheblichen Stellenkürzungen zu rechnen hat, Betroffen
sind zunächst die Museen für Völkerkunde in Leipzig und Dresden:Es ist
zu befürchten, daß die Stellenreduzierung auf dem_Weg der vorzeitigen
Pensionierung zu einem möglichst frühen Zeitpunkt erreicht werden soll# Es
sei an dieser Stelle daran erinnert, daß die im Vergleich mit anderen. deutschen
Museen unseres Faches vergleichsweise gute, personelle Ausstattung des
Museums in Leipzig, die allerdings im internationalen Vergleich immer noch
bescheiden ist, damit zu tun hat, daß die Stellen für Wissenschaftler des
(Königlich) Sächsischen Forschungsinstituts für Völkerkunde, das im gleichen
Gebäude wie das Museum untergebracht war, nach und nach in den Stellenplan
des Museums überführt worden sind, bis das Institut, das nie formell
aufgelöst worden ist, ausgezehrt war und in Vergessenheit gehalten werden
konnte. Über viele Jahrzehnte stand der Völkerkunde in Leipzig der politische
Wind ins Gesicht, so daß der wissenschaftliche Beitrag, den die dortigen
Kolleginnen und Kollegen über all die Jahre trotz widriger Umstände geleistet
haben, unsere Bewunderung verdient. Es ist ein Jammer, wenn nun ausgerechnet
die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unserem Fach in den
fünf neuen Ländern vom Schicksal der vorzeitigen Pensionierung bedroht
sind, die die Chance redlich verdient haben, jetzt nun endlich unter freien
Bedingungen weiterzuforschen, und die das hohe wissenschaftliche Niveau bis