als Bildungsstätten im ländlichen Raum: das Beispiel Ostfriesland, Projekt
"'Mobile'' (H, van Lengen, Aurich); Der Aufbau eines Heimatmuseums,
Beispiel I: Norderstedt bei Hamburg (Manfred von Essen, Ammersbek);
Der Aufbau eines Heimatmuseums, Beispiel II: Schramberg im Schwarzwald
(Andreas Kuntz und Mitarbeiter, Schramberg); Der Anspruch des
Museums auf ganzheitliche Dokumentation (Klaus Freckmann, Sobernheim);
Heimatmuseen in Österreich (Hermann Steininger, Perchtoldsdorf);
Geschichtslehrpfad und Museum: der Frühindustriegeschichte-Lehrpfad
Gelpetal (Konrad Vanja, Remscheid); Kooperation mit Betroffenen: das
Arbeiterjugendkultur- Projekt Frankfurt (Wolf- Heinrich von Wolzogen,
Frankfurt/M. ); Das Heimatmuseum und seine Besucher. Öffentlichkeitsarbeit
in Göppingen (Dieter Kauß, Göppingen); Die "Erforschung" des
Museumsbesuchers. Methoden und Ergebnisse (Andreas C. Bimmer,
Marburg/L.). - Ein Dokumentationsband mit den Referaten und Ergebnisprotokollen
der Diskussionen erscheint im nächsten Jahr in der Reihe
der Tübinger Vereinigung für Volkskunde.
In einer eigenen Diskussionsveranstaltung wurde über Themenwünsche
für die nächste Tagung der Arbeitsgruppe im Jahre 1982 gesprochen.
Folgende Themen wurden genannt: Kulturpolitik und Museum; Pluralismus
im Museum (in dem Sinne: daß einseitige kulturhistorische Darstellung
durch eine Kulturgeschichtspräsentation der demokratischen Traditionen
und der Geschichts-"schreibung'' ''von unten her'' ergänzt werden müßte);
Freilichtmuseen; Die Darstellung von Faschismus und Antifaschismus im
volkskundlich-kulturhistorischen Museum; Volkskunde im Museum des
19. Jahrhunderts; Fragen der museologischen Ausbildung; Wirkungen von
Mammutausstellungen (Staufer, Preußen, Wittelsbacher... ); Probleme
der "Bewältigung' von Massenkultur im Museum; Vermittlungsprobleme
im kulturhistorisch-volkskundlichen Museum. - Es wurde darauf verzichtet,
ein Meinungsbild herzustellen, um den zukünftigen Ausrichter
(der sich noch nicht gemeldet hat) nicht zu sehr einzuengen. Weitere
Interessenartikulationen sind erwünscht, vorerst zweckmäßigerweise
an die Geschäftsstelle der DGV.
Hans Ulrich Roller, Stuttgart;
Martin Scharfe, Tübingen.
Zum Thema der nächsten Museumstagung liegt der Redaktion schon eine
erste Wortmeldung vor. Wir geben sie auszugsweise wieder:
Zum Thema der nächsten Tagung möchte ich doch noch einmal an "Freilichtmuseen''
erinnern. Ich halte es für bedenklich, daß die Volkskunde
diesen Bereich immer mehr vernachlässigt. Die Besetzungen der neuen
Stellen mit Architekten und Bauhistorikern scheinen mir Indiz dieser Vernachlässigung
zu sein. Sicher ist aber das FLM das Museum, bei dem
die Kompetenz unseres Faches am ehesten plausibel zu machen ist.(...)
Das FLM- "Thema könnte als Zeichen unseres Anspruches verstanden
werden, dort etwas zu sagen: Theorie ist allemal dabei, und das scheint
mir beim FLM besonders wichtig zu sein, Es ist eben doch das Museum,
das dann, wenn es getreulich dokumentiert, der Theorie nicht bedürftig