die staatliche Unterstützung für diese weit über die engere Region übergreifende
Institution noch immer sehr gering ist. Dennoch gab es immerhin
Lob aus dem Munde des rheinland-pfälzischen Kultusministers Dr.
Georg Gälter für die vielen freiwilligen und kostenlosen Leistungen, (Das
Museum, seit 20 Jahren initiiert und seit 7 Jahren in den Innenräumen
des zentralen Gutsgebäudes eröffnet, kann noch immer keine hauptamtlich
bezahlte Kraft beschäftigen.)
Die bereits iranslozierten und auf der Höhe über der Saar- Mosel- Mündung
aufgebauten Häuser stammen aus ehemals sponheimischen, später
pfälzischen Regionen des Vorderhunsrücks, Im Steinbaugebiet der Trierer
Region fällt das Fachwerk dieser Häuser auf. Ferner sind die Zeugnisse
alter gemeindlicher Selbstverwaltung für Kurtrier bemerkenswert. Der
straff zentralisierte ehemalige Kurstaat kannte weder dörfliche Rathäuser
noch genossenschaftliche Mühlen oder gemeindeliche Backhäuser.
Im Hauptgebäude des Museums, einem großen alten Gutshof der Biedermeierzeit,
sind auf 700 qm eine Reihe von Innenräumen mit Sachkulturgut
der Öffentlichkeit zugänglich. Der zugehörige große Gutsgarten wurde
als Rosen- und Kräutergarten wiederhergestellt. Der dort aufgebaute
Gartenpavillon aus der Zeit zwischen 1824 und 1830 stammt aus einem
Garten der Innenstadt von Trier und dient jetzt als Lehrbienenstand,
Rolf Robischon, Trier
Die Eröffnung der Ausstellung "Johann Peter Hebel" und der Präsentation
des neuen "Marbacher Magazins" mit dem Titel "Den Blick zum Belchen
gewendet - Johann Peter Hebel im Markgräflerland' fand am 23. Oktober
1982 im Museum am Burghof in Lörrach statt.
Die Stiftung Volkswagenwerk hat im Rahmen einer Drittmittelförderung
zur "Institutsgebundenen Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
in ausgewählten geisteswissenschaftlichen Fächern'' dem Institut für
Europäische Ethnologie und Kulturforschung an der Philipps- Universität
Marburg das Projekt "Kulturelle Muster der Sozialisation‘ unter Leitung
von Frau Prof, Dr. Ingeborg Weber-Kellermann und Herrn Dr. Andreas
C., Bimmer bewilligt. Positiv auf Bewilligung des Antrages wirkte sich
das seit Jahren bestehende, umfangreiche Bild- und Textarchiv für
Familien- und Kinderforschung aus, aus dem ja bereits eine Reihe einschlägiger
Publikationen hervorgegangen sind.
Es handelt sich um drei Promotionsproijekte mit folgenden Themenbereichen:
1. Kindheit auf dem Lande, Eine Untersuchung anhand des Kleidungsverhaltens
in hessischen Trachtengebieten (Förderung 2 Jahre).
Die Arbeit in der Zeichensetzung bäuerlicher Familienstruktur im
Hessischen Hinterland, Zur Stellung der Kinder im Sozialgefüge landwirtschaftlicher
Betriebe im 20. Jahrhundert (Förderung 2 1/2 Jahre),
Geburt als Indikator für die Stellung der Frau in der Familie (Förderung
2 1/2 Jahre).
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