der Produktion in Wechselwirkung mit dem Metrischen und wie 2.B.
mit den Territorialnormen und den Auswahlkriterien der Käufer.
Solche Fragen lassen sich an die digitalisierte Objektform stellen.
Die angesprochene Statistische Analyse mathematischer Objekt-Strukturen
wurden 1986 auf einem VAX-Mainframe Computer realisiert.
Sie ist in der Lage nach beliebigen Vorlagen die Formen
der Töpferware zu digitalisieren (also auch nach Fotos und aus
Publikationen). Der elektronischen Karteikarte liegt die aus der
digitalisierten Form gewonnene mathematische Formbeschreibung
zugrunde; neben der Objektkennzeichnung (Herkunft, Inventarnummer
etc.) repräsentiert sie gleichzeitig:
a) metrische Daten automatisch in Zahlenwerten
b) Form als maßstabgerechte automatische Reinzeichnung
c) Material durch die Art der Schraffur
Der Forscher konzentriert sich auf die Auswertung, Reinzeichnung
und physikalische Messung übernimmt das Proreramm.
Die Methode greift direkt auf die "elektronischen Karteikarten"
wie auf einen Satz von Fragebögen zurück. Da die mathematische
Formbeschreibung sowohl Metrik wie Form repräsentiert, macht der
statistische Vergleich Abhängigkeiten sichtbar. Anordnung und
Gruppierung des kartierten Ergebnisses zeigen verborgene Korrelationen.
Damit ist gezeigt, daß sich für die Sozial- und MWirt-Sschaftsanalyse
konzipierte Methoden auch hinsichtlich der Sachkulturforschung
nutzen lassen. Das waren die Ausgangsüberlegungen
einer Lehrveranstaltung über "Datenverarbeitung in den Kulturwis:
Ssenschaften" 1985 am Hamburger Seminar für Deutsche Altertunsund
Volkskunde. Ein Ergebnis liegt als Programm vor: Die Methode
ist bis zur Anwendungsreife entwickelt und auf Einzelprojekte
angewandt worden.
Kontaktadresse:
Dr. Cornelius Steckner / Clemens Steckner
Hohenzollerndamm 103, 2000 Hamburg 50; 040 / 8802070
Dr. Siegfried Becker, Institut für Europäische Ethnologie und
Kulturforschung an der Universität Marburg, hat ab 1. April 1986