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Full Text : DGV-Informationen, 97.1988

“Bauernbefreiung", Bildungs- und Vereinswesen, Agrarreformen,
Marktorientierung, behandelt das Museum die Mechanisierung in
der Landwirtschaft einschließlich der Auswirkungen auf
Arbeitsvollzug, Wirtschaftsweise und ländliche Gesellschaft.
Jas Niederbayerische Landwirtschaftsmuseum stellt die
regionalgeschichtliche Entwicklung in _ ihrer spezifischen
Ausbringung in den Mittelpunkt, verhindert jedoch ein regional-Jyeschichtlich
 eingeschränktes Verständnis, da es Niederbayerisches
 als Teil eines überregionalen, gesamtgesellschaftlichen
Umstrukturierungsprozesses sichtbar werden läßt. Eine derartige
Konzeption ist nicht leicht umzusetzen. Deshalb wurden
umfangreiche didaktische Hilfsmittel eingesetzt, die von Texten
und ständigen Film- und Videovorführungen über bewegliche
Modelle bis hin zu Maschinen in Betrieb reichen. Zudem wurde
versucht, komplizierte Inhalte mit szenisch gestalteten
Sequenzen und künstlerischen Elementen zu vermitteln. Neben den
didaktisch aufbereiteten Ausstellungsflächen verfügt das Museum
über einen Großgerätepavillon, ein begehbares Depot und Räume
für Wechselausstellungen.
Das Museum ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Seit August 1988 läuft am Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum
das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte
Projekt "Das Bauernhaus in der Landschaft Stapelholm seit dem
15. Jahrhundert".

In diesem auf zwei Jahre angesetzen, von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft gefördertem Projekt soll die ländliche
Bausubstanz im Südwesten des Landesteils Schleswig, begrenzt
durch die Flüsse Eider, Treene und Sorge (Stapelholm),
antersucht und dokumentiert werden. Hier finden sich die
wahrscheinlich ältesten Zeugnisse des Niederdeutschen Hallenhauses
 in Schleswig-Holstein, die durch Dorferneuerung und
Sanierung stark gefährdet sind. Als erster Schritt ist die
Inventarisierung und die Fotodokumentation aller bis zum
l. Weltkrieg gebauten Bauernhäuser, Katen sowie der landwirt-Schaftlich
 und gewerblich genutzten Nebengebäude von Dorf zu
Dorf und Haus zu Haus geplant. Diese Übersicht bietet die
Voraussetzung für die nähere Bearbeitung ausgewählter Objekte
durch Aufmaße und Baubeschreibungen. Zur Datierung der ältesten
Gebäude werden dendrochronologische Untersuchungen durchgeführt.
 Dieser Bauuntersuchung folgt die Bearbeitung archivalischer
 Quellen und die Befragung älterer Hausbewohner. Sie
können u.a. Auskünfte geben über Nutzung und Nutzungswandel
einzelner Gebäude und Räume, Wohnverhältnisse und Möblierung.
Die Gegenüberstellung wirtschafts- und sozialgeschichtlicher
Aspekte soll die Darstellung der Geschichte und Entwicklung der
Gebäude vervollständigen. Nur so läßt sich der Bau- und
Nutzungswandel beurteilen. Zum Abschluß des Projektes sollten
detaillierte Aufschlüsse über die Frühform des Niederdeutschen
Hallenhauses, seine Weiterentwicklung und seine Ablösung seit
der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts aufgrund der gewandelten
Bedürfnisse seiner Bewohner vorliegen.
            
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