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Full Text : DGV-Informationen, 104.1995,2-4

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ANGELEGENHEITEN DER DGV

gelang, ein ansprechendes Programm zum Thema „Nationales und Internationales im
Arbeiteralltag” zusammenzustellen (siehe DGV-Informationen Folge 104, Heft 1). Nach
dem Einführungsvortrag von Konrad Köstlin wurden an den darauffolgenden Tagen
zehn Referate gehalten. Im kleineren Kreis, jeweils etwa 20 bis 25 Teilnehmer, wurden
ihre Inhalte intensiv diskutiert. Bereits zu Beginn der Tagung wurden alle Anwesenden
aufgefordert, sich Gedanken über die Fortsetzung der Kommissionsarbeit und über
eine eventuelle Namensänderung zu machen. Diese Themen wurden immer wieder in
Gesprächen am Rande der Tagung erörtert, so daß zu einer Abschlußdiskussion eine
Reihe von Stellungnahmen vorlagen. Die Anwesenden waren übereinstimmend der
Meinung, es sei wichtig, die Kommissionsarbeit fortzusetzen. Hinsichtlich einer Namens:
änderung konnte trotz einer Reihe von Vorschlägen, die z.T. auch schriftlich eingegangen
 waren, keine Einigung erzielt werden.
Als Themen für die nächste Tagung der Kommission fanden folgende Vorschläge besondere
 Beachtung: „Einstellung zu und Umgang mit Innovationen im Betrieb durch subalterne
 Arbeitnehmer/innen“ und „Umweltbewußtsein von Arbeitnehmern/innen in die
Umwelt gefährdenden Betrieben“. Mit einem geführten Rundgang durch Industrie- und
Arbeiterviertel Frankfurts am 1. Mai endete die Tagung. Ein Tagungs- bzw. Themenband
ist geplant. Die Diskussionen um Namen und inhaltliche Ausrichtung sollen in Karlsruhe
fortgesetzt und zu einem Abschluß gebracht werden. Max Matter, Frankfurt/M.

KOMMISSION FÜR DEUTSCHE UND OSTEUROPÄISCHE VOLKSKUNDE

Unsere Kommission hat sich angesichts des Begriffswandels, den die Bezeichnung „Ostdeutschland”
 erfahren hat, auf ihrer Tagung in Eger im Oktober 1994 einen neuen
Namen gegeben. Sicherlich ein Kompromiß zunächst, ist doch die Bedeutung des „und“
das die Beziehung zwischen den Deutschen und ihren Nachbarn herstellen soll, seman
tisch dem Unbeteiligten nicht ohne weiteres erkennbar. Auch eine Reihung der Regio:
nen, etwa Ost-, Mittel- und Südosteuropa im Namen hätte nicht den geographischen
Raum abgedeckt, fehlen würden beispielsweise die baltischen Länder. Der Vorschlag
‚Die Deutschen in ...” mußte ebenfalls verworfen werden, weil er die Spätaussiedler
nicht erfaßte, Eine schwierige Diskussion also, die noch nicht abgeschlossen ist, aber zu
einem ersten Ergebnis geführt hat.

Inhaltlich geht es der Kommission weiterhin um die Volkskunde der Deutschen im Vergleich
 zu ihren Nachbarn sowohl in den ehemaligen Reichsprovinzen, aber auch östlich
und südöstlich der alten Reichsgrenzen. Neben der historischen Aufarbeitung gewinnen
Forschungen zu Migrations- und Akkulturationsprozessen unter volkskundlichem Aspekt
mit historisch vergleichender Perspektive an Gewicht, Davon legen auch die Projekte
und Veröffentlichungen der Kommission Zeugnis ab.
            
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