AUSSTELLUNGEN
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Neukölln gelegen, wird stellvertretend für die allgemeine Situation im Umfeld
der Berliner Mauer betrachtet. Beide Stadtbezirke waren hier eng miteinander
verschmolzen. Die Mauer teilte so nicht nur Ost und West, sondern teilweise
auch die Häuser auf der einen von denen auf der anderen Straßenseite. Auf
der östlichen Seite wurden viele dieser Gebäude später zwangsgeräumt und
sogar abgerissen, um eine unüberwindbare Grenzschneise durch das Stadtgebiet
schlagen zu können.
Mit dem Ende der Teilung der Stadt hat sich das Lebensumfeld entlang des ehemaligen
Grenzverlaufs grundlegend verändert. Doch die Euphorie der Herbsttage
von 1989 ist verblasst. Haben sich nachbarschaftliche Beziehungen auch
über den ehemaligen Todesstreifen hinweg entwickelt oder reichten die vergangenen
zehn Jahre nicht aus, um die städtische Leere zu überbrücken, die er hinterließ?
Das Museum stellt die jüngste deutsche Geschichte in den Mittelpunkt der
Betrachtung und präsentiert unter anderem am 13. August 1961 heimlich aufgenommene
Fotografien, die hier erstmals öffentlich gezeigt werden.
Ein ausführlicher Textband zur Ausstellung wurde von den Studenten des Forschungsprojekts
erstellt und kann im Museum sowie im Institut erworben werden
(siehe Neue Publikationen unter Blask).
@ Als erste „Andockung” (kleinere Ausstellungen, die in die Dauerausstellung
integriert werden) präsentiert das Jüdische Museum Franken in Fürth bis zum
6. Februar 2000 unter dem Titel „Einen gemächlichen Schabbat” eine kleine Kulturgeschichte
des Schnupftabaks im Judentum. Wegen des Ruhegebotes am
Schabbat, das auch das Entzünden von Feuer und damit den Genuss von Rauchtabak
verbietet, wichen Juden im 18. und 19. Jahrhundert auf Schnupftabake aus.
Im Mittelpunkt stehen zahlreiche erhaltene Schnupftabakdosen mit eingravierten
Hinweisen auf die Verwendung am Schabbat, aber auch Grafiken und Kleinplastiken.
Vom 26. Januar bis 26. März 2000 beschäftigt sich eine Ausstellung mit dem
Jüdischen Kulturbund Nürnberg-Fürth, eine der größten Ortsgruppen des Jöüdischen
Kulturbundes Bayern. Seit dem Sommer 1933 bot sich hier für jüdische
Künstler die einzige Wirkungsmöglichkeit. Der von den Nationalsozialisten als Mittel
der Ausgrenzung geförderte Kulturbund stellte in den Städten ein vielseitiges
Programm mit Ausstellungen, Konzerten, Theater und Kino zusammen. Die Vorstel-Jungen
durften nur Juden besuchen. Nach zunehmenden Beschränkungen wurde
der Jüdische Kulturbund Bayern bereits 1938 verboten.
®@ Weihnachtlichen Glasschmuck aus Thüringen zeigt das Bomann-Museum
Celle bis zum 9. Januar 2000 unter dem Titel „Das gläserne Paradies”.