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Full Text : DGV-Informationen, 110.2001

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TAGUNG/FORSCHUNGSFORUM

Tagungsankündigung

Der Bereich Volkskunde des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde
e.V. veranstaltet am 24. und 25. Mai 2002 in Freiberg/Sachsen eine Tagung un
ter dem Titel „Montanlandschaft Erzgebirge. Kultur - Symbolik - Identität“. Im
Mittelpunkt der Tagung steht jener kulturhistorische Vorgang, mit dem während
des 19. und 20. Jahrhunderts das Erzgebirge als eine „Kulturlandschaft“ mit el
ner ausgeprägten Symbolik (z. B. montanhistorische Realien, weihnachtliche
Volkskunst) entstand. Die Tagung soll es darüber hinaus auch ermöglichen, Ver
gleiche zu anderen Regionen (Harz, Rhön u. a.) zu ziehen und übergeordnete Fra
gen nach der Genese und Konstruktion symbolisch konstruierter und reproduzier
ter regionaler Identität zu beantworten. Dabei geht es um Diskursstrukturen, Per
sonen und Institutionen, die an diesem Prozess der Konstruktion regionaler Identität
 beteiligt waren und sind,
Interessenten sind zu dieser Tagung schon jetzt herzlich eingeladen. Das Ta
gungsprogramm ist ab Februar 2002 im Internet unter der Adresse www.isgv.de
einsehbar. Schriftliche Einladungen mit dem Tagungsprogramm ergehen im Frühjahr
 2002. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Dr. Sönke Löden, Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., Zellescher Weg 17
01069 Dresden, Tel.: 0351/4361643, Fax: 0351/4361651, E-Mail: soenke.loeden@mailbox.tudresden.de.


FORSCHUNGSFORUM

Transkulturationen. Eine Mikrogeschichte der Norddeutschen Mission
in Westafrika. 1847-1939.
Bericht über ein von der Volkswagen Stiftung bewilligtes Forschungsprojekt

1. Zielsetzung, thematischer Rahmen:

Das Forschungsvorhaben beabsichtigt, die Missionstätigkeit der Norddeutschen
Mission (NM) in Westafrika für den Zeitraum 1847-1939 zu untersuchen. Dazu
wird das Archiv der NM im Staatsarchiv Bremen als Quellengrundlage genutzt.

Anhand des Kulturkontaktes zwischen Afrikanern und Europäern werden individuelle
 und kollektive Veränderungen kultureller Verhaltensformen und Identitätskonstruktionen
 dokumentiert und analysiert. Als theoretische Zugänge bieten sich
an: Kulturvergleich bzw. Transkulturalität und Hybridität.

Das Forschungsdesign ist der Europäischen Ethnologie (Volkskunde) als Wissenschaftsfach
 und der Historischen Anthropologie und ihren Methoden verpflichtet
Dies lässt sich insofern rechtfertigen, als die Untersuchung zeitlich in der Epoche
und räumlich auf dem Gebiet des deutschen Kolonialismus positioniert ist. Durch
die Beteiligung eines afrikanischen Wissenschaftlers soll ein transnationaler Austausch
 hergestellt werden.
            
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