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Full Text : DGV-Informationen, 114.2005

Tagungen

3i

10:30-11:00 Kaffeepause
11: 00 Martine Verwey (Zürich): Was sind „Good Practices“ in der Gesundheitsförderung
 mit von organisierter Gewalt betroffenen Flüchtlingen?
Ayse Basibuyuk (Wien): Migration, Integration und psychische Gesundheit-Wie
 kann die „kulturelle Adoleszenz“ der türkischen Migrantinnen gefördert
werden?
Forum Diskussion aller Teilnehmer
Auswertung der Tagung durch alle Teilnehmer
Ende der Tagung

Infos zur Tagung: über AGEM Fachtagung-2005@agem-ethnomedizin.de
Tagungsort: Habichtswald — Klinik, Wigandstr. 1, 34131 Kassel — Bad Wilhelmshöhe
Der Veranstalter: AGEM www.agem-ethnomedizin.de
Postadresse: AGEM / curare, c/o Ekkehard Schröder, Spindelstrasse 3, 14482 Potsdam

„Auf der Suche nach der anderen Kultur.“ Wolfgang Steinitz -
Volkskundler und Wissenschaftspolitiker (1905-1967)
Kolloauiumsbericht (Rückblick auf die Veranstaltung am 15. Februar 2005)

Unter diesem Titel fand am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität ZU
Berlin ein Kolloquium anlässlich des 100. Geburtstages des Philologen und Volkskundlers
Wolfgang Steinitz statt.
Wolfgang Steinitz, am 28. Februar 1905 in Breslau geboren, war 1953 Mitbegründer und
Leiter des Instituts für Volkskunde an der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu
Berlin. Als Marxist und kritischer Wissenschaftler engagierte er sich in den 50er und 60er
Jahren besonders für die Umgestaltung der vom Nationalsozialismus diskreditierten Wissenschaften.
 Ihm ist besonders die demokratische Rehabilitierung und Institutionalisierung
ainer Volkskunde zu Beginn der 50er Jahre in der DDR durch die häufige und öffentliche
Betonung des demokratischen Nutzens volkskundlicher Arbeit zu verdanken. Seine „Öffentlichkeitsarbeit“
 als „Wissenschaftspolitiker“ für die Volkskunde galten insbesondere
dem Volkskunde-Institut an der Akademie der Wissenschaften, aber auch der Wiedereinrichtung
 des Museums für Volkskunde und weiterer volkskundliche Museen in der DDR
Sowie die Etablierung der Lehre ‚Deutsche Volkskunde’ an der Humboldt-Universität zu
Berlin. In der alten Bundesrepublik ist Steinitz vor allem durch seine Sammlung „Deutsche
Volkslieder demokratischen Charakters aus sechs Jahrhunderten“ bekannt. Diese kritische
Volksliedersammlung gilt als musikalische Basis für die 1968er Bewegung und als „Bibel“
der Folk- und Liedermacherszene in den 70er Jahren.
Zu diesem Abendkolloquium waren frühere Kollegen und Freunde aus seinem Umkreis
sowie MitarbeiterInnen und „Schüler“ aus dem früheren Institut geladen — in das neue Gebäude
 des Institutes für Europäische Ethnologie in der Mohrenstraße 41.
            
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