Ausstellungen
Kraftvoll und kantig bei schlanker Gestalt, modern und ausdrucksstark präsentieren sich
die Skulpturen.
Eine weitere Besonderheit liegt darin, dass die Besucherinnen die Figuren nicht nur betrachten
dürfen, sondern vor allem mit den Händen begreifen sollen.
Österreichisches Museum für Volkskunde, Gartenpalais Schönborn, Laudongasse 15-19, 1080 Wien,
ph: +43 1 4068905.0, http://www.volkskundemuseum.at, http:/www.volkskundemuseum.at/ausstellung/
frame _voran.htm ;
Kleine Welten —- Zwischen Märchen und Milieu
Ausstellungsdauer: 29. November 2007 — 10. Februar 2008
Ort: Volkskundemuseum Graz
Dem Blick von Stefanie Erjautz entgeht kein Detail. Haarscharf erfasst sie Leichtsinn und
Schwermut der Menschen, entlarvt aber auch deren geheime Sehnsüchte und tief sitzende
Schwächen. Ihre Sicht auf die Welt hat sie in figuralen Szenerien und textilen Skulpturen
gebannt — die weit über das hinausgehen, was man gemeinhin unter Puppen versteht
Die Kleinen Welten der Stefanie Erjautz bannen Lebensgeschichten im Augenblick, entde
cken das Individuelle in stereotypen Situationen und schildern menschliche Schicksale im
Abseits des Erfolgs. Ihre Arbeiten klagen nicht an, sondern erzählen mit tiefem Verständnis
und hintergründigem Witz vom Leben, wie es ist.
280 ihrer Werke vereint das Volkskundemuseum zu einer Ausstellung anlässlich des 75.
Geburtstags der Künstlerin. Die Porträts, Milieustudien und Interpretationen populärer Erzählstoffe
geben einen tiefen Einblick in die menschliche Psyche und die Rituale des Alltags.
Auf den ersten Blick mögen sie wie Illustrationen einer heilen Welt wirken. Doch die
Welt ist nicht heil — schon gar nicht bei Stefanie Erjautz.
Vielleicht liegt es an ihrer zarten Statur, dass sich ihr Blick wie der eines Kindes von unten
auf die Welt richtet. Dorthin reichen die Requisiten des sozialen Versteckspiels nicht, um
das Wahrhafte zu kaschieren. Mit liebevollem Spott und ergötzlichem Reichtum an Details
schildert sie, wie es zugeht in der Welt. So sind es auch gerade die Kinder, die ihre Puppen
lieben, sie verstehen und Stefanie Erjautz in ihre Kleinen Welten folgen.
Volkskundemuseum am Landesmuseum Joanneum, Paulustorgasse 11-13a, 8010 Graz,
Tel: +43 (0)316/8017-9899, http://www.volkskundemuseum-agraz.at
Für Groß und Klein — Küchenhelfer aus Emaille
Ausstellungsdauer: 1. Dezember 2007 — 17. Februar 2008
Ort: Städtisches Museum Zirndorf
Töpfe, Kannen, Löffel, Siebe... farbig emailliert, waren einst in jeder Küche zu finden. Doch
kaum jemand weiß genau, was Emaille eigentlich ist.
Bestanden bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts Küchengeräte und Kochgeschirr vorwiegend
aus Kupfer, Zinn und Gusseisen, wurden sie nun durch emaillierte Waren ersetzt.