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Angelegenheiten der dgv
Inwiefern wurden die nun als neues Paradigma beurteilten Perspektiven einer Relationalität
von Kategorien wie class, race, gender auch oder teilweise im Kontext anderer
analytischer Zugänge berücksichtigt?
Was bedeutet dieses Programm für das Verhältnis zwischen Empirie und Theorie? —
Stellt es eine Neuperspektivierung da? U.a. weil die Relevanz und Lage einer strukturierenden/repräsentierenden
Kategorie nicht als gegeben angesehen werden kann, sondern
zu untersuchen ist? Was bedeutet das für die Operationalisierung von Forschungs:
fragen?
Wo lassen sich etwaige Grenzen des Konzepts intersectionality ausmachen?
Welche Bedeutung haben soziale Bewegungen und die Kämpfe um Befreiung des
Begehrens für die Entwicklung der Geschlechterforschung? Welche Einsichten in
das Verhältnis von Wissenschaft und Politik liefert das Beispiel der intersectionality?
Wir freuen uns über Vorschläge in deutscher oder englischer Sprache für Vorträge
(max. 20 Minuten) aus unterschiedlichen Disziplinen in Form eines abstracts (max.
2.000 Zeichen).
Senden Sie Ihren Kurztext bitte bis 19. Juli 2008 an folgende Adresse: Manuela Barth
<M.Barth@vkde.fak12.uni-muenchen.de>.
Die Autorinnen und Autoren der ausgewählten Beiträge werden Ende August 2008
benachrichtigt.
Die Kommission für Frauen- und Geschiechterforschung in der Deutschen Gesellschaft
für Volkskunde existiert seit 1983 und veranstaltet regelmäßig Arbeitstagungen (Publikationen
siehe: http://www.d-g-v.org/kommissionen/frauen). Je nach Bedarf sind diese eher
auf eine fachinterne Diskussion hin orientiert oder inter- und transdisziplinär angelegt.
Für die geplante Tagung zum Thema intersectionality wünschen wir uns Beiträge aus
allen sozial- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen. Auswahlkriterium ist die Entwicklung
einer empirisch fundierten Argumentation mit einer klaren Fragestellung und einer
erkennbaren Position zu Empirie, Methode und den theoretischen Ansätzen von intersectionality.
Die Tagungsbeiträge werden in einem Band publiziert. Dieser soll weniger
eine Sammlung von Fallstudien werden, denn ein empirisch fundierter Diskussionsbeitrag
zu Stand und Perspektiven der intersectionality hinsichtlich Methodologie und
Theorie.
Die Tagung wird von der Kommission für Frauen- und Geschlechterforschung in der
Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (http://www.d-g-v.org/kommissionen/frauen) in
Zusammenarbeit mit dem Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien
(http://euroethnologie.univie.ac.at/) und dem Institut für Volkskunde/ Europäische Ethnologie
der Universität München (http://www.volkskunde.uni-muenchen.de/index.html) veranstaltet.
Konzeption und Organisation:
Manuela Barth, Sabine Hess, Nikola Langreiter, Elisabeth Timm.