92
Ausstellunger
— bewusst oder unbewusst gelebt — sind verwurzelt in unserem Alltag und leben von ihrer
Ausübung, Tradierung und Dynamik.
Die Wanderausstellung gibt einen Einblick in Bräuche und Traditionen aus Unterfranken
Kirchenburgmuseum Mönchsondheim, Kirchstr. 5, 97346 Iphofen-Mönchsondheim, Tel.: 09326/ 1224, Fax:
19326/ 979317, e-mail: kirchenburgmuseum@kitzingen.de http://www.kirchenburgmuseum.de
Frank Gaudlitz. Casa mare. Fotografien
Ausstellungsdauer: 8.4. — 13.6.2010: .
Ort: Galerie der Guardini-Stiftung Berlin
Zwischen 2006 und 2008 bat der Potsdamer Fotograf Frank Gaudlitz Menschen in Rumänien,
Ungarn, Serbien und der Republik Moldau vor die Kamera, um sie in Festkleidung in
ihren Wohnräumen zu fotografieren. Meist öffneten sie dazu eigens die „gute Stube“, jener
Raum, der eher bestimmten Feierlichkeiten vorbehalten ist. Gaudlitz macht mit seinen
Analog-Aufnahmen kulturelle Traditionen Südosteuropas sichtbar, die mit der EU-Osterweiterung
zu verschwinden drohen. Die Wanderausstellung wird nach Berlin und weiterer
Stationen in Deutschland in Museen und Galerien der Aufnahme-Länder gezeigt werden
(Belgrad, Brasov, Budapest, Pecs etc.). Der Bildband mit Essays von Karl-Markus Gauß
und Matthias Flügge ist im Hatie Cantz Verlag, Ostfildern 2009 erschienen.
Information: Dr. Beate Wild, Koordinierung Ostmittel- und Südosteuropa am Museum Europäischer Kulturen.
Berlin b.wild@smb.spk-berlin.de, Tel: 030/266 42 68 13
„Pictures in our head“
Fremd- und Eigenbilder in Europa
Ausstellungsdauer: 10.4. — 11.7.2010
Ort: Historisches Museum im Marstall Paderborn
Stereotype sind Konstruktionen, die eine wichtige Rolle in der Frage der Identität spielen.
Sie bieten u.a. die Möglichkeit, sich in einer komplexen Welt zu orientieren. Es sind Bilder
in unseren Köpfen — „Pictures in our head“.
Diese Ausstellung beschäftigt sich nicht mit der Frage nach Wahrheit oder Lüge. Sie stellt
die Stereotype als nötige Vermittler der Existenz der Anderen und von sich selbst dar. Sie
möchte nicht mit Stereotypen brechen, sondern durch konkrete Beispiele ihre visuelle
Sprache und die Geschichte ihrer Verbreitung erfahrbar machen,
Die Darstellung von Stereotypen in der Reklame, auf Bilderbogen, als Reiseandenken, au
politischen Plakaten und als Karikaturen bringen die Anderen und uns selbst in unser Alltagsleben.
So werden die Schweiz zum Heidiland, der Deutsche zum Biertrinker und der
Norweger zum Trachtenträger. Trotz der Unterschiede nutzen sie eine gemeinsame Sprache
und unterliegen ähnlichen historischen Prozessen.