Angelegenheiten der dgv
» Pluralisierung der Kulturwissenschaften: Was bedeutet die Konjunktur des -
Kulturbegriffs in den angrenzenden Disziplinen für Stellung und Selbstverständnis
der volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Fachrichtungen, wie reagiert das Fach auf
die weltweite Reorganisation der Wissenschaftslandschaft und damit der
akademischen und öffentlichen Wahrnehmung?
» Kulturtechniken der Volkskunde: Welche Einsichten ermöglicht ein konsequent
kulturwissenschaftlich informierter Blick auf historische und gegenwärtige
Wissenspraktiken und Darstellungsweisen im Feld der Kultur, was sind die sozialen
Wirkweisen der Institutionen, Dinge und Medien des Kulturwissens?
» Kultur und Kulturalismus: Wie bringt sich ein Fach in Position, dessen zentrale
Kategorie ebenso fragwürdig wie unverzichtbar ist, welches sind die
Voraussetzungen einer reflektierten Wissensproduktion und — applikation unter den
Bedingungen gesteigerter Nachfrage, aber auch gestiegenen Wettbewerbs?
» Kultur als soziale Ressource: Welche Rolle spielt die metakulturelle Dimension in
der sozialen Praxis historischer und gegenwärtiger Gesellschaften, wie
argumentieren Konzepte wie kulturelles Erbe und kulturelles Eigentum und. wie
verändern sie lebensweltliche Ordnungen und Orientierungen?
» Kultur als Arbeitsfeld: Wie sind die Kulturwissenschaften — und im Besonderen die
Studierenden und Absolventinnen und Absolventen der Volkskunde/ Europäischen
Ethnologie — für die Herausforderungen der Praxis gerüstet, welche Anforderungen
stellen sich durch die weltweite Ökonomisierung und Professionalisierung des
Kulturbetriebs?
Wie in der Vergangenheit soll auch der Tübinger Kongress in Form von Plenar - und
Sektionsvorträgen sowie durch Panels gestaltet werden. Panels erhalten mit zwei Stunden
den Umfang einer Sektion. Die Leiterin/ der Leiter eines Panels konzipiert das Thema und
Schlägt dieses der dgv in Form eines Abstracts vor. Ebenso werden die Referentinnen und
Referenten (unter Beifügung jeweils eines Abstracts ihrer Vorträge) benannt. Die konkrete
Gestaltung des Panels (Form der Einführung, Zahl der Vorträge, Kommentare) obliegt —
unter Einhaltung der zeitlichen Vorgaben — den jeweiligen Organisatorinnen bzw. Organi-Satoren
der Panels. Die Panels können auch über die dgv-Informationen und die im Fach
üblichen Mailing-Listen ausgeschrieben werden. Ausdrücklich soll an dieser Stelle darauf
hingewiesen werden, dass alle in der dgv vertretenen Gruppen eingeladen sind Panels zu
Organisieren und dass gerade die Panels zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit
thematischen Schwerpunkten genutzt werden können.
Daneben soll es wie auf den letzten Kongressen Sektionen für die Erörterung von
Museumsfragen und Ausstellungsprojekten, sowie für Ma(gi)sterkandidatinnen
und - kandidaten und für studentische Projekte geben, die nicht zwingend mit dem
Kongressthema in Verbindung stehen müssen. Auch hierfür sind Abstracts erbeten, die
Sich an den unten genannten Vorgaben orientieren.