Angelegenheiten der dgv 36
Konzept und Organisation:
Ludger Derenthal, Berlin, Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek,
Slg. für Fotografe
Ulrich Hägele, Tübingen, Institut für Medienwissenschaft, Universität Tübingen
Irene Ziehe, Berlin, Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen
Dr. Irene Ziehe und Dr. Ulrich Hägele
Netzwerk Gesundheit und Kultur in der volkskundlichen Forschung
Das „Netzwerk Gesundheit und Kultur in der volkskundlichen Forschung“ bringt Wissenschaftler_innen
verschiedenster Fachbereiche zusammen, die kulturanthropologisch/volkskundlich
zu Themen wie „Gesundheit“, „Krankheit“, „Medizin“ oder „Körper“
in Gegenwart und/oder Geschichte arbeiten sowie sich kulturanthropologisch/
volkskundlichen Methoden, Fragestellungen und Denkweisen verwandt fühlen und
den interdisziplinären Austausch suchen.
Die Aktivitäten des Netzwerks liegen in regelmäßigen Arbeitstrefen, die jeweils
zweitägig dauern, und Netzwerktrefen im Kontext der dgvKongresse (Panelbeträge
werden regelmäßig eingereicht). Als Ergebnis aus dem vorangegangenen Trefen erschien
im Januar 2016 unser Themenheft: Medialität von Gesundheit und Krankheit,
Themenheft der Zeitschrift Kulturen, im Verlag SchmerseMedia. Die inhaltliche Ausrichtung
des Heftes schließt dabei unterschiedlichste Perspektiven zu Medialität und
deren vielfältige Repräsentationsformen, die von Filmen, Literatur, Internet, Printmedien
bis hin zu Internetforen reichen, mit ein. Der „gesunde“ oder „kranke“ Körper
wird hierbei zumeist Teil vielfältigster Handlungskomplexe, Wissenspraktiken
oder sozialen Konfgurationen sowohl von medizinischen Laien und Betrofenen als
auch von biomedizinischen Experten. Sie transportieren kulturelle Deutungen des
Körpers, Medikalisierungsprozesse, Biosozialitäten, aber auch Risikokonstruktionen
und Körperpolitiken. Die damit verbunden sozialen Auswirkungen weisen ein wichtiges,
gesellschaftsrelevantes Forschungsfeld aus. In unserem Themenheft fnden sich
Beiträge von Sabine Wöhlke (Göttingen) und Eberhard Wolf (Basel /Zürich), Marion
Näser Lather (Marburg), Maren Klotz (Berlin) und Sebastian Mohr (Kopenhagen) sowie
Katrin Linde (Bochum).
Am 6. und 7. Oktober 2016 traf sich das Netzwerk in Göttingen mit dem Tagungsthema:
Mensch – Technik – Interaktion in medikalisierten Alltagen. Ziel dieser Veranstaltung
war es, durch den interdisziplinären Austausch von ethnologischen, soziologischen
sowie kultur und medizinanthropologischen Perspektiven unterschiedliche
Praktiken von Technik in medikalen Alltagen zu beleuchten und in ein Verhältnis zu