Angelegenheiten der dgv 44
Ecker, Linz; Harald Koberg, Graz; Christine Thiel, München); gesellschaftliche, kulturelle
Auf-/Umbrüche fokussiert (Johanna Rolshoven, Graz) sowie (Sex-)Arbeit und
Mobilität zum Thema gemacht (Peter Hörz, Esslingen). Ein mit Kulturanthropologinnen
und Kulturschafenden besetztes Podium unter dem Titel „The Future of Political
Imagination“ führte abschließend die gesellschaftspolitische Brisanz des Themas in
einer an aktuellen Problemen orientierten Debatte vor Augen.
Rückblickend erwiesen sich gerade die zwischen den Beiträgen entfalteten Diskussionen
zu Querverweisen, Überschneidungen und oft unsichtbaren Verfechtungen der
jeweiligen Mobilitätsfelder (Tourismus, Migration, Flucht, subkulturelle/subalterne
Bewegungen ...) , Akteur*innen (Tourist*innen, Migrant*innen, Sexworker*innen,
Stadtplaner*innen, Verwaltungspersonal ...) und Diskursen (West-/Osteuropa, sexualisierte,
rassifzierte Geographien ...) als besonders spannend und produktiv im Sinne
der übergeordneten Perspektive der Kommission.
Die Beiträge der Tagung werden, gemeinsam mit zusätzlich auf den cfp eingegangenen
Texten, in absehbarer Zukunft veröfentlicht. Gleichzeitig ist auch ein Sammelband
von Beiträgen zur ersten, die neue Perspektive begründenden Tagung „Mobiltitäten_
Regime. Umkämpfte Politiken der Klassifkationen“ in Arbeit.
Für 2020 ist eine weitere transnationale Tagung auf der Grundlage einer Idee von Miriam
Gutekunst geplant, die die Frage der Mobilitätspraktiken und Mobilitätsregime
im Kontext der akademischen Wissensproduktion stellen wird, unter dem vorläufgen
Titel Who knows?! Challenging the geopolitics of academic knowledge production. Das
Thema werden Miriam Gutekunst und Regina Römhild auf der kommenden Kommissionssitzung
in Hamburg vorstellen und mit einem hofentlich großen Kreis von Interessierten
diskutieren und weiterentwickeln. Eine Einladung zu diesem thematischen
Trefen erfolgt auf der Website der Hamburger dgv-Tagung.
Regina Römhild