Page Banner

Full Text : Etwas über die rabbinische Literatur

begnügend mit der bald mehr bald weniger gelnn«,

genen Exegese der sparsamen Schriften aus dcr

beKrn Zeit. 'Als allmahlig die Schatten der Barbarei

 von der verfinsterten Erde wichen, und das

Licht die überall verbreiteten Juden auch überall

treffen mußte, knüpfte eine neue fremde Bildung

sich an die Ueberbleibfel der alten heidnischen an,

und Kopfe und Jahrhunderte verarbeiteten beide

zu derjenigen Litteratur um, die wie die rabbi-Nische

 nennen.

Mit der Reformation, durch das Aufblühen

klaMscher Bildung nochwendig herbeigeführt, fing

ein lebhaftes Studium d^ biblischen Bücher an/,

den«; sick, ein, wir möchten sagen, neugieriger

Eifer anschloß dm Orient zu durchstöbern, und

daher fiel man ein Jahrhundert langdie rabbinische

 Weisheit mit einer Hitze an, welche, als die

vaterländischen reicheren und liebenswürdigem

Producte die g-müther beschädigten und erheiterten,

 plötzlich und vielleicht auf immer gewichen

ist. Aber auch die rabbinische Litteratur selbst

sank in dem Maaße als die europäische sich hob

") Man müßte unter dieser Bezeichnung nur solche

Sckristen verstehen,, deren Berfassir oder deren In»
halt rabbinisch ist; und im Gründe hat Rabbi, da«
die Höflichkeit jedem erthnlt, weniger zu bedeuten
als voclor. Warum nicht n « u h e b r ä t i ch » öder
juvtsche klireramr?
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.