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Objekt: Prähistorische Studien aus Sicilien

Die Sohle des äusseren Gewölbes wird von stark höckerigem, fest an- 
stehenden Leithakalk gebildet. In der Nähe der Wände sieht man einzelne 
Parthieen von rother, theilweise sehr lehmiger Erde, welche meistens durch 
aine dünne Stalagmitenschichte, theilweise auch durch eine Lage von Kalk- 
conglomerat bedeckt sind, . Auch am Mittelpfeiler ist diese Schichte angelagert. 
Die Mächtigkeit derselben ist im Maximum 114—13} m. 
[Im zweiten Gewölbe ist der ganze Boden theils mit lockerm Meeres- 
sand, theils mit der rothen Erde, wie es scheint, in sehr verschiedener 
Mächtigkeit bedeckt. An vielen Stellen mass ich nicht über 1 bis 2 Schuh. 
An. andern. Stellen jedoch ist sie bedeutender, Auch in den Gängen ist die- 
selbe vorhanden. Es ist kaum zu bezweifeln, dass die ganze Höhe ursprüng- 
lich bis auf die Höhe von ec. 2 m von dieser Erde angefüllt war, welche sich 
nur an den geschützten Stellen erhalten hat. 
Der Gehalt an Knochen ist verschieden. Im innern Gewölbe findet man 
viele Knochen nur da in grösseren Mengen, wo die Knochenerde durch Auf- 
nahme von Kalkspath sich etwas verhärtet hat. Dasselbe ist im Gange B 
der Fall. Im übrigen findet man an der Oberfläche wohl viele ausgewaschene 
Knochen, jedoch beim Graben gerade keine grossen Mengen derselben, wenn- 
gleich sie. nicht ganz fehlen. Die grösste Menge derselben entdeckte ich 
am rechten Ulme des äusseren Gewölbes (von Innen gegen den Ausgang ge- 
sehen) in der früher erwähnten, 14 m mächtigen Lehmschicht. Dieselben sind 
vollständig auf den untern Theil derselben beschränkt. Der obere Theil, 
ungefähr 1 m, ist so gut wie taub an Knochen. Die Erhaltung derselben 
ist ‚vorzüglich, und die Ablösungsverhältnisse des weichen Lehms ausnahms- 
weise günstig. Hr. Dr. Teller bemerkt Folgendes über das hier gesammelte 
Material: . 
„Cervus dama. Die Gr. „la Seggia“ hat ein ziemlich reiches und zum 
Theil schön erhaltenes Material von Skeletresten einer kleinen Hirschart ge- 
liefert, welche in Zahn- und Geweihbildung die grösste Uebereinstimmung 
zeigt mit Cervus dama.' Neben den zahlreichen Skelettheilen des Rumpfes 
und der Extremitäten, für die mir bisher kein Vergleichungsmaterial zu Ge- 
bote stand, liegen an charakteristischen Belegstücken vor: Ein Oberkiefer- 
fragment mit dem 2—4 Molar rechts und dem 3—6 Molar links; von einem 
zweiten Individuum der 5. und 6. Oberkiefermolar links; 3 Unterkieferhälften 
mit vollständigen Zahnreihen, und mehrere bezahnte Bruchstücke; 3 Stirnbein- 
fragmente mit der Geweihbasis, Bruchstücke von Geweihstangen und einzelne 
Zacken der Schaufel. 
Capra und Ovis. Die beiden Gattungen sind vertreten durch einige 
antere Molaren, eine Reihe von, Wirbeln und unvollständigen‘ Extremität- 
knochen, welche ich aus Mangel an sicheren Differentialdiagnosen nicht auf 
bestimmte Arten zu beziehen wage.‘ Einzelne Reste schienen auf Capra ibex 
‘eine kleine Form), andere auf Ovis musimon hinzuweisen. 
Bos sp. eine Phalange.
	        
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