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Friedrich Seitmann
das cerebrale s ebenso wie t, d und n mit zurückgewölbter Zungenspitze ausgesprochen
werden. Dem französischen gn entspricht das n, das n dagegen dem deutschen ng oder
dem n vor g und k. Der Accent circonflexe indiziert die Länge eines Vokals.
Bijdragen steht für: Bijdragen tot de Taal. Land- en Volkenkunde, VGravenhage;
TRIBUS steht für die jährlichen Veröffentlichungen des Linden-Museums Stuttgart.
A. Mechanische Puppen (Joint Puppets)
Die Auskünfte über diese Art Puppen stammen von dem etwa 65 Jahre alten Kalasaiah
Char, der noch als junger Mann jene Vorstellungen mitgestaltet hatte, die mit diesen
Puppen gegeben worden waren. Sein Vater, Malligappa Char, der seinerzeit als spiritus
rector der Truppe fungiert hatte und deswegen Bhägavata genannt wurde (s. K 2,
S. 1239 a unter 4.), ist im Jahre 1957 Im Alter von etwa 70 Jahren verstorben. Vater und
Sohn stammen aus dem Dorf Honnavalli (Tiptur Taluk, Tumkur-Distrikt). Der Vater
war überdies als einheimischer Arzt tätig gewesen; er stand im Ansehen eines Pandita.
Ebenso wie der Vater ist der Sohn des Lesens und Schreibens kundig. Als Hindus sind sie
Angehörige der Chikkamani-Kaste (und zwar die jüngere Gruppe, d. h. eine Unterkaste
der Goldschmied-Kaste, also der Akkasale; s. K 2, S. 4 b; Thurston 1909, III, S. 106;
Nanjundayya/Iyer, IV, S. 453—457; auch als Pänchäla und Kanndlan oder Kammdla
bekannt). Die Familie umfaßte den Vater, seine Frau und fünf Söhne. Als Familiengott
heit wird die Göttin Maildra Lihga verehrt, deren Heiligtum der Mailä-Lihga-Tempel ist.
Skizze 1
la Oberkörper und Arme mit glocken
artigen Vertiefungen zum Einsetzen des
Kopfes und der Hände. Tippeswamy.
lh u. c Hüfte mit Bein. Die Anbringung
am Schenkelhals und der Kniegelenkme
chanismus sind deutlich erkennbar. Das
Fußgelenk bewegt sich wiederum in einer
glockenartigen Vertiefung. Tippeswamy.
Id u. e Basisplatten mit Röhrenmecha
nismus, durch den die Zugschnüre laufen.
Tippeswamy.
Abb. 1