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chens eingeflochten; auch hängt man jarwelelo als Refrain
an die Zeilen an. Die melodisch klingende Singweise
ist stets Gesang einer einzelnen Person, wenn auch die
Imlala oft gleichzeitig von allen Gärten her im Wett—⸗
streit ertönt.“ Hier ein kleines Beispiel, in welchem der
Traubendieb angeredet wird.
Nr. 64.
Ta itla* Ia tala“t illa katili — jarwelelo
Umha mal ala bral utalhamlri —- jarwolelo!
Beral uhamiri ma jeschilnak — jarwelelo!
Ma jeschilnak rere bral ilmesakini — jarwelelöo!
Auf, komm her! Du kommst nur herauf getötet — jarwelelo!
Und geladen auf Maultiere und Esel — jarwelelo!
Maultiere und Esel schaffen dich nicht weg — jarwelelo!
Es schaffen dich nur weg die Maulesel der Aussätzigen — jarwelelo!
Wie alt diese Weinbergsgesänge sind, zeigt ihre Er—
wähnung bei den Propheten des alten Testaments, wo
sie zusammen mit den Liedern der Keltertreter genannt
werden!). Das Treten der geernteten Trauben in der
Kelterkufe geschah im Altertum und geschieht noch heute
stellenweise im Orient durch Männer, welche mit nackten
Füßen die Weinbeeren zerstampfen. Daß die Kelter—
lieder bei den Griechen eine eigne Gattung (ocounvio
ué⸗) bildeten, wurde (S. 55) bereits erwähnt, und das
GBleiche muß für das heutige Palästina, wie für das alte,
angenommen werden, wenn auch der Herausgeber der
vorliegenden Texte versichert, es gebe „keine ausschließ—
lich für das Keltertreten bestimmten Lieder“?). Wie
1)J Jes. 16, 10. Jerem. 25, 80. 48, 33. Ähnlich war das Verfahren
der Olgewinnung bei den Römern: Magerstedt, die Obstbaumzucht
der Römer, S. 263.
2) Dalman a. a. O., S. 28.