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Full Text : Die Behandlung französischer und englischer Schriftwerke

g 14. Französische Verse oder Versteile mit gleicher Silbenzahl
scheinen oft sehr verschieden an Dauer zu sein; vgl. die beiden
Hälften des Verses: Cette contagion infecta les provinces. Durch richtige
Behandlung der einzelnen Verstakte wird aber, wie bei den Takten der
Musik, das Gleichmaß für das Ohr hergestellt. Erforderlich ist hierzu,
daß jede einzelne Silbe zu ihrem Rechte kommt, daß also in unserem
Beispiele der Diphthong in contagion sich in zwei Silben auflöst und
das stumme ô von cette, das hier nicht wohl, wie in andern Fällen
8 6), hörbar werden kann, durch eine kleine Pause ersetzt wird.
g 15. Im Französischen liegt der Wortton stets auf der letzten
tonfähigen Silbe: jeter, renard, finesse, victoire; man darf aber nicht
auf deutsche Art über die vorhergehenden Silben hineilen, wenn diese
einen langen Vokal enthalten: so ist in littératurse das é, in prokondément
 das nasalierte o und das folgende s kräftig zu betonen, und
die vorletzte Silbe muß, wenn sie langen Vokal hat (besonders gilt
dies vom langen a), mit der letzten fast gleich gehoben werden (vgl.
3 2): ehsteau, baron, magqon, pusser, froungais, vanter, défaire, exoↄcllent
 (èl), inscrire, grõssier, dument.
8 16. In den Familiennamen rückt der Hauptton gern von der
Schlußsilbe zurück, ohne daß diese darum ihren Ton einbüßen dürfte:
dardou, Bescherelle, Didot, Molière, Voltairo, Dumas, besonders
auch um solche Eigennamen von den ihnen zu Grunde liegenden Gattungs⸗
namen zu scheiden: Dubois (du bois), Renard (renard), Pasteur
(pasteur), Rameau (rameau), Rousseau (rousseau), Hardy (bardi);
vor einem mehrsilbigen Worte nimmt auch der Artikel häufig eine
stärkere Betonung an: Lenormand (le Normand), la Pontaine.
8 17. In der zusammenhängenden Rede liegt der Ton stets
auf der letzten tonfähigen Silbe des Satzes oder Satzgliedes: le
jeune homme avait 6crit cette lettre; die rhetorische Betonung darf
ihn nicht, wie im Deutschen und Englischen (der junge Mann hatte
diesen Brief geschrieben, the young man had vritten this letter),
von seiner Stelle verdrängen und den Satzschluß sinken lassen; wohl
aber ist doppelte Betonung gerechtfertigt: il avait ccrit ... ceètte
lettre. Äühnlich nicht: jo ne l'ai pas fait ich habe es nicht gethan,
sondern: je ne V'ai pas fuit.
g 18. Tonlofe Wörter dürfen auch nicht des Gegensatzes wegen
den Hauptton an sich reißen: vous le haissez, mais jeo ne le bais
bas, wo nicht je, sondern pas den Ton erhält; ähnlich ist in de mon
            
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