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Was nun das Geschirr anbelangt, so ist es in den
einzelnen Gegenden verschieden. Bei uns gebraucht man
häufig das leinene oder hänfene Geschirr. Es ist dies nach
meiner Ansicht das schlechteste, denn wenn es naß wird,
schrumpft es zusammen und muß neu verpaßt werden,
während es am nächsten Tage, sobald es trocken geworden
ist, sich wieder weitet. Ls ist überhaupt zu sehr den
Einflüssen der Witterung unterworfen und muß daher
täglich von neueni auf seinen richtigen Sitz nachgesehen
werden. In den meisten Teilen Deutschlands trifft
man das lederne Brustblattgefchirr oder auch das
Kummet an. Ich halte das lederne Geschirr entschieden
für das beste. Mr den Züchter, der feine jungen
Tiere selbst aufziehen und anlernen will, sowie für diejenigen
Herren, die oft ihre Pferde wechseln, ist das lederne
Brustblattgeschirr das zweckmäßigste, da man es leichter
enger und weiter schnallen und es auch den jungen Tieren
leichter anlegen kann als das Kummet. Für Pferde
allerdings, welche schwer ziehen müssen, ist das Kummetgeschirr
vorzüglich, da die Tiere darin mit der ganzen
Schulter ziehen und die Brust von dem Hauptdruck befreit
bleibt. Selbstverständlich muß das Kummet genau verpaßt
sein und überall dicht anliegen, sonst scheuert es sehr leicht
wund, und die davon herrührenden Druckstellen und Wunden
heilen schwer. Ls ist daher ratsam, daß man beim Verpassen
eines Kummets den Sattler zu Rate zieht, damit dieser
etwaige kleine Änderungen sofort vornehmen kann.
Als geeignetes Geschirr zum Anlernen junger Pferde
empfehle ich den Züchtern das lederne Brustblattgefchirr,
weil es viel leichter an Gewicht als das Kummet ist und
daher für die jungen Tiere, die die erste, ihnen anfangs
schwer werdende Arbeit verrichten sollen, eine günstigere