diese, während in Suhsien die Pachtzinssteigerung mit der Steigerung
des Landpreises nicht Schritt hält. Der Grund hierfür liegt in der geringeren
Fruchtbarkeit des Bodens und Unstetigkeit der Ernten in
Suhsien. Z. B. im Jahre 1914 ist der Pachtzins wegen Überschwemmung
und Dürre sogar von 100 auf 81 zurückgefallen. Jedenfalls zeigen
die Beispiele klar, daß eine Steigerung des Landpreises immer eine
Erhöhung des Pachtzinses mit sich bringt.
Diese Steigerung des Pachtzinses treffen wir fast in allen Bezirken
der Provinz Kiangsu an. Wenn wir die Erhebungen der Provinzial-Bauernvereinigung
im Jahre 1927 mit der Erhebung der südöstlichen
Universität im Jahre 1921 vergleichen, so läßt sich eine Erhöhung
des Pachtzinses bis um das 3 fache feststellen.
Bezirke 1921 1927
Pachtzins Pachtzins
per Mou in $ per Mou in $
Nanking
Chintai
Wuchin
Loho
Wuhsi
2,43 9,15
3,00 11,24
3,76 12,52
1,63 9,04
4,86 12,40 usw.
Auch in anderen Provinzen steigt der Pachtzins unaufhörlich. In Hulan,
in der nördlichen Mandschurei, betrug die Pachtsumme bei Quotenverteilung
der Ernte im Jahre 1909 noch 40% der Hauptprodukte
per Mou, während sie im Jahre 1914 bis 50% stieg. In Yüschu steigerte
sich die Naturalienpacht von 1910—1916 um 40%. Während die Geldpacht
in Nung-an, Kirin, Ning-an, Suihua, Hulan im Jahre 1905 6,25%
des Landpreises betrug, ist sie innerhalb von 10—20 Jahren um 60%
gestiegen 32).
Legt man der Beurteilung der Pachtzinshöhe den englischen Begriff
der „purchase years" zugrunde, der die Zahl der Jahre angibt,
in denen die angesammelte Rente den Landpreis erreicht, so ergibt
sich folgende Relation:
32) Feng, Hoa-Fa, Grundzüge agrarischer Soziologie, 1931, Schanghai,
S. 211—212. 49