Die Gebärdensprache.
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zo wuüdowudo: beschreibt den lässigen Gang einer stattlichen Person,
besonders von Frauen (ehrend);
zo oladla: leicht, eilig, unbehindert gehen;
zo Ouidui: schnell, eilig gehen;
zo OEOE: beschreibt den Gang eines festen, steif dahingehenden
Menschens;
zo Öiatudiata: fest, energisch einherschreiten, besonders von langbeinigen
Personen.
Hiemit (mit diesen dreiunddreißig Adverbien) ist die Reihe der
Adverbien, die das Gehen beschreiben, nicht erschöpft; außerdem
können die meisten derselben doppelt, in der gewöhnlichen und in
der Diminutivform vorkommen, je nachdem das Subjekt groß oder
klein ist.!)... XNatürlich gibt es zu allen anderen Bewegungen
ebenso entsprechende Lautbilder, wie zum Beispiel zu laufen, kriechen,
schwimmen, fahren, reiten, schwingen, kreisen ete.”?)
Diese Hilfsmittel der Beschreibung kommen nicht zu dem Verbum
hinzu, als ob sich die Vorstellung in zwei Zeiten vollzöge: erst der
Begriff des Gehens im allgemeinen und dann die Spezifikation der
besonderen Art und Weise mit Hilfe des Lautbildes. Für den Geisteszustand,
um den es sich handelt, stellt sich im Gegenteil der Begriff des Gehens
nie isoliert dar: es ist immer eine gewisse Art zu gehen, die sie mit
ihrer Stimme wiedergeben. Westermann bemerkt selbst, daß in dem Maße,
als die malende und schildernde Darstellung einem wirklichen Begriff
Platz macht, die besonderen Adverbia zu verschwinden streben. An ihre
Stelle werden andere, allgemeinere gesetzt, z. B.: sehr viel, in hohem
Grade ete. ete.?)
Dieselben beschreibenden Hilfsmittel werden in den Bantusprachen
hervorgehoben. So in Loango: »HEin jeder behandelt die
Sprache nach seiner Art; richtiger wäre vielleicht zu sagen: aus dem
Munde eines jeden kommt die Sprache, je nach den Umständen. und
der Stimmung, in der er sich befindet. Solche Sprechweise ist — ich
weiß keinen besseren, als diesen unschönen Vergleich — so frei und
natürlich wie das Lautwerden von Tieren, das ja auch verstanden wird.«*)
Anders ausgedrückt, die Worte sind nicht etwas Starres und ein für
allemal Fixiertes, sondern die vokale Geste ist ebenso wie die Geste der
Hände Beschreibung, Zeichnung, graphischer Ausdruck der Handlung
oder des Gegenstandes, die in Frage stehen. — In der Rongasprache gibt
es eine Art von Worten, die die Bantu-Grammatiker im allgemeinen als
Interjektionen, Onomatopoötika ansehen. Es sind dies Vokabeln, welche
im allgemeinen aus einer Silbe bestehen und durch welche die Eingeborenen
einen plötzlichen unmittelbaren Eindruck, den ein Schauspiel, ein Ton,
sine Idee hervorgerufen haben, ausdrücken oder mit denen sie eine Bewe-1)
D. Westermann, Grammatik der Ewesprache. S. 83—84.,
2) D. Westermann, ibid., S. 130.
3) D. Westermann, ibid., S. 82, as
4) Dr. Peschu&l-Loesche, Die Loango-Expedition, MI, 2, S. 91—95..