Die Entwicklung der Begriffe.
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für sich ganz ebenso annehmhar ist wie jeder andere, sondern vor
allem deshalb, weil mystische Vorverbindungen, die im Zeichen des
Gesetzes der Partizipation stehen, gegeben sind:
Aber sobald die geistige Struktur einer bestimmten Gesellschaft
und ihre Kinrichtungen sich entwickeln, sobald die‘ Vorverbindungen
schwächer werden und sich nicht mehr gebieterisch aufdrängen,
werden auch andere Zusammenhänge ‘zwischen den Wesen und den
Gegenständen wahrgenommen werden, die Vorstellungen werden immer
mehr der Form von allgemeinen und abstrakten Begriffen zuzustreben
beginnen und gleichzeitig wird sich das Gefühl, die Kenntnis dessen,
was physisch möglich oder unmöglich ist, einstellen und festigen. Es
verhält sich also mit der physischen Absurdität ebenso wie mit der
logisehen. Es sind dieselben‘ Ursachen, die die prälogische Geistesart
für die eine und für die anderen unempfindlich machen. Es sind dieselben
Veränderungen, es: ist dieselbe Entwicklung, die sie darauf
aufmerksam macht, daß es unmöglich ist, gleichzeitig zwei kontradiktorische
Sätze zu bejahen, wie auch darauf, daß es unmöglich ist,
an Zusammenhänge, die mit .der Erfahrung unverträglich sind, zu
glauben.
Dieses Zusammentreffen dürfte nicht zufällig sein.‘ Die eine und
die andere Unmöglichkeit machen sich nur unter einer gemeinsamen
Bedingung fühlbar: es ist notwendig und es ist hinreichend, daß die
Kollektivvorstellungen danach streben, die begriffliche Form anzu“
nehmen. In der Tat können einerseits die Partizipationen, die in dieser
Form ausgedrückt werden sollen, nur bewahrt werden, wenn sie ihre
Gestalt so ändern, daß sie den Widerspruch vermeiden, wie man dies
weiter oben gesehen hat. Und wenn sich andrerseits genügend scharf
definierte Begriffe der Wesen und Gegenstände gebildet haben, kann
man sich dem Gefühl und dem Bewußtsein der Absurdität gewisser
mystischer Vorverbindungen (preliaisons) nicht mehr entziehen. Wenn
die wesentlichen objektiven Merkmale des Steines sich in einem Begriff
»Stein« sozusagen einregistriert und festgesetzt haben, der selbst
wiederum eingefügt ist zwischen andere Begriffe von Gegenständen
der Natur, die sich von dem Steine durch ihre besonderen, aber nicht
minder konstanten Eigenschaften unterscheiden, so wird es unbegreiflich,
daß die Steine reden, daß die Felsen sich nach Belieben bewegen,
daß sie Menschen hervorbringen ete. Je bestimmter, je fester die Begriffe
werden, je mehr sie sich in Klassen ordnen, um so widerspruchsvoller
erscheinen die Behauptungen, die diese Verhältnisse nicht in
Berechnung ziehen. So wächst das logische Bedürfnis des Geistes mit
der Abgrenzung der Begriffe, die selbst wieder dadurch bedingt ist,
daß die‘ mystischen Vorverbindungen der Kollektivvorstellungen sich
abschwächen. Es wächst also dieses Bedürfnis zugleich mit dem Anteil,
den man der Erfahrung ]Jäßt. Diese ‘zieht von jenem und:jenes
von dieser Vorteil, ohne daß man sagen kann, wo die Ursache und
wo die Wirkung liegt.
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