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des Burenmädchens als ein in die Praxis übertragenes
Stück seiner milden Lehre.
„Jawohl, Herr Raster," antwortete Lavendish
auf die Frage. „Morgen abend, hat Ruth versprochen.
Nicht wahr, Lieb?"
Ruth war noch immer stumm, und noch immer
rot. Sie nickte nur ihre Zustimmung.
„Ich muß wohl gehen jetzt," seufzte der Leutnant.
„Es wird spät, und ich habe mich beim Kommandanten
zu melden. Lebe wohl, auf einige Stunden
nur. Jch komme heute abend wieder."
Lr küßte sie innig zum Abschied, reichte dem
Pfarrer die Hand und ging.
Lange saß Ruth allein noch träumend auf der
Veranda, bis plötzlich Maud hereingesprungen kam,
in sichtlicher Erregung:
„Lin Herr wünscht Sie zu sprechen, Fräulein,"
meldete sie, mit einer eigentümlich verächtlichen
Betonung auf dem „Herr".
„Lin Herr — Herr Leutnant Cavendish!"
Sie war freudig aufgesprungen.
„Nein," antwortete die Jungfer naserümpfend,
„^s ist ein Sergeant. Soll ich ihn hereinführen?"
Ruth nickte. Sollte das ein Bote von Ldgar
sein? Sollte ihm etwas zugestoßen sein? Sollte —