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„Und er hat mir einen Brief gegeben für Sie;
und ich soll alles mit Ihnen besprechen, Ihnen
erklären. Aber — ich kann nicht! Ich kann nicht!"
schrie er plötzlich auf. „Ich habe den Auftrag übernommen,
aber ich kann es nicht thun. Hier ist der
Brief, den der andere mir gegeben. Der genügt
ja. Aber ich — muß — fort!"
Und ehe Ruth noch verstanden, bückte er sich
rasch, drückte einen brennenden Kuß auf ihre Stirn
und war mit einem pantherähnlichen Satze die
Treppe zur Veranda hinab verschwunden.
Das Mädchen blickte ihm staunend nach.
Dieser elementare Ausbruch verwirrte sie; sie verstand
ihn gar nicht. Auf ihrer Seite stammte die
Erregung nur von der plötzlich wiederkehrenden
Erinnerung an die grausen Ereignisse in ihrem
alten Heim her, und in Tom Blaney hatte sie bis
jetzt nur den Freund, den Retter gesehen.
Sie schaute stumpf um sich. Vor ihren Füßen
lag der Brief, den der Flüchtling vor seinem eigenen
Herzen weggeschleudert. Mechanisch nahm sie ihn
auf und besah sich die Adresse.
„Mein Gott! Mein Gott!" wimmerte sie, wie
ein verwundetes Tier. Das verhängnisschwere
Touvert war ihren kraftlosen Fingern entglitten,