rend des Ueberfalls, keines Tones mächtig. Tiner
der Buren trat auf sie zu, ergriff ihre Hand, schüttelte
sie und sagte:
„Das hast Du gut gemacht, Ruth!"
Sie fuhr zusammen und riß ihre Hand los.
Sprachlos hörte Cavendish zu.
„Na, na! Wir haben Dich doch wohl erschreckt.
Wir kamen uns nämlich nicht mehr sicher vor auf der
Farm. Dein famoser Bote, der Australier, hat Gewissensbisse
bekommen und ist fortgelaufen, um uns
wieder zu verraten. Und so haben wir Dich hier abgewartet.
Viel Zeit haben wir aber nicht, denn der
Kerl, der Blaney, oder wie er sonst heißen mag,
wird uns die Rhakis wohl bald auf den Hals sagen."
Nuth saß noch immer in stumpfe Apathie versunken
da und wagte die Augen nicht zu heben.
Aber sie fühlte, wie Lavendish sie anstarrte.
Der Gefesselte traute seinen Sinnen nicht. Es
mußte alles nur ein böser Traum sein. Nuth, seine
zukünftige Frau, die ihm ihr Lieben und ihre Liebe
versprochen, deren reine Lippen er geküßt — Ruth
sollte ihn verraten Haben? Das war unmöglich.
„Ruth!" rief er ihr zu.
Aber sie antwortete nicbt.