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Full Text : Ruth

wenigen Stunden genommen und wo die australischen
 Buschreiter lagen.
Alles spähte eifrig aus. Ganz hinten am Horizonte
 sah man ein vielmeinendes Wölkchen Staub.
Sonst war alles einsam umher. Das weite,
wellige Veldt lag tot unter dem grellen Licht der
Mittagssonne. Gegen Norden tanzten die kahlen
Kopses in den Hitzwellen. Eine bleiblaue, unbarmherzige
 Kuppel deckte die Landschaft. Nur weit
oben einige dunkle Punkte, die träge in der schweren
Luft hingen: Geier, die auf Atzung warteten.
Aiet hatte wortlos dem Leutnant vom Wagen
geholfen. Dann schritt er auf seine Leute zu und
gab ihnen einige leise, hastige Instruktionen.
Lavendish begann es unheimlich zu Mute zu
werden. Diese trotzige Ruhe der Buren, obwohl
doch scheinbar der Feind, seine britischen Rameraden,
 so nahe waren, und zweifellos in erdrückender
 Uebermacht, kam ihm fremd und unerklärlich
vor. Dazu die finsteren, drohenden Gesichter der
Männer — und Ruth!
Was wollte man von ihm? Was hatte man
vor?
Zwei Leute traten an ihn heran, packten ihn
unsanft bei den Armen und führten ihn ab. Er
            
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