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Full Text : Das zweite Gesicht und andere Erzählungen aus unseren Kolonien

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Madonna

Es war zu einer Zeit, als noch keine weiße Frau
an der Küste war.
Eines Tages kam Berger zu uns. Derselbe, der sich
mit nur seineni weißen Angestellten gegen zweihundert
feindliche Fans gehalten hatte.
Berger hatte damals, als er sich seiner Haut hatte
wehren müssen, Wind davon erhalten, daß die Fans,
in deren Mitte er saß, in der nächsten Nacht seine Faktorei
 angreifen wollten. Sein schwarzes Personal hatte
die Flucht ergriffen, sobald es nur davon gehört hatte.
So war Berger allein geblieben mit dem anderen Weißen,
einem jungen Manne, der eben von Mutters Schürzenband
losgekommen war und kaum wußte, ivie er eiu Gewehr
halten sollte. Der sprach von Flucht.
„Flucht," meinte Berger, während ein verächtlicher
Zug um seinen Mund spielte. „Wohin? Rechts von uns
sitzen Fans, links von uns sitzen Fans, hinter uns sitzen
Fans und vor uns haben wir die haushohe Brandung!
Das Brandungsboot können wir schließlich in die See
kanten, aber durch die Brandung kriegen wir zwei doch
'n Boot nicht, zn dessen Bemannung für gewöhnlich nenn
starke schwarze Bootsjungen gehören!"
Damit ging er hinaus, über den Hof, in den Hühnerstall,
 um Eier zu holen, denn er dachte, der Mensch muß
doch was zu essen haben, wenn er auch in den nächsten
2^ Stunden sterben muß. Und Berger war sehr für
frische Sachen, denn seine Meinung über Konserven drückte
er in dem Satze aus: „Im Tiu sitzt der Tod!" Er war
aber auch noch nicht so weit, wie die Frau des verflossenen
 Megiernngsarztes in D., die keinen besseren Gebranch
 für den Schreibtisch wußte, als ihre Hühner die
            
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