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sollte? Niemand konnte über den Verbleib des Eingeborenen
Auskunft geben. Seine Verwandten kamen nachts Hier
än, um mir die Sache zu melden, ließen dunkle Andeutungen
fallen, wagten aber nicht, Bestimmteres auszusagen. Sie
zitterten, als ich in sie drang, doch wenigstens zu sagen,
auf wen sie Verdacht hätten, während sonst niemand in
solchen Fällen rascher bei der Hand ist, einen anderen zu
verdächtigen, als der. Neger. Als ich, ungehalten, Bemerkungen
über das seltsame Gebahren der Leute zu meinem
Dolmetscher machte, entgegnete dieser sonst durchaus nicht
zaghafte Geselle mit leiser, zitternder Stimme: „Massa,
es ist Pewse Palaver, Aewsesache."
Ich entließ die. Angehörigen des Vermißten mit dem
Bemerken, daß ich in dieser Sache nichts tun könne, da
sie selbst mich nicht unterstützten. Ich sagte das aber nur,
um meine Karten nicht aufzudecken, denn mein Plan
war längst gefaßt. Ich hatte acht handfeste Polizeisoldaten,
auf die ich mich verlassen konnte. In einer Nacht
machte ich mich mit ihnen auf den Weg zum Fetischhause
des Dewse-Priesters, das einsam für sich an einer Berglehne
lag. Die Überraschung gelang vollkommen. Mehrere
weißbemalte, splitternackte Pewse-Weiber stoben wie eine
erschreckte Spatzenschar auseinander und wurden, wie ihr
Eigentümer, der Fetischpriester, zu Gefangenen gemacht.
Ich fand einen frisch präparierten Menschenschädel in der
Hütte. Der Priester, der mit wütenden: Gesicht und gefesselten
Händen dabeistand, setzte meinen Fragen verbissenes
Schweigen entgegen. Ich begnügte mich vorläufig
mit dem Resultat und ließ die Insassen des Pewse-Klosters
vor den Mündungen der schußbereiten Gewehre meiner acht
Weysoldaten den Weg nach der Station antreten.
Auf der Station angelangt, unterwarf ich die Weiber,
jedes einzeln, einem Verhör. Aus der Vernehmung ergab
sich folgendes: Das jüngste Pewde-Weib war die Frau
des Ermordeten. Sie war unter der Vorspiegelung, als
Aewse-Weib ein viel zügelloseres Leben führen zu dürfen,