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Bibliographische Daten: Zeitschrift für Ethnologie, 43.1911

Neolithischer Schädel. 
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Nach seiner Angabe lagen die Schädel alle nach Süden und dicht neben¬ 
einander; die Scherben fast einen Klafter davon. 
Die Betrachtung der übersendeten Knochen zeigt, dass sämtliche 
Schädel bei der Aufgrabung in Stücke zerschlagen sind und von den 
einzelnen Schädeln nur wenig aufbewahrt worden ist, so dass sich gar 
nicht einmal mit Sicherheit sagen lässt, wie viele Skelette vorhanden 
waren. Am reichlichsten sind Stirnstücke und Hinterhauptstücke erhalten. 
Den Stirnstücken nach müsste man sechs, den Hinterhauptstücken nach 
sieben Schädel zählen. Eines der letzteren ist von einem älteren Kinde. 
Die Hinterhauptstücke zeigen zwei charakteristische Typen, einen mit 
starkem Torus occipitalis, den anderen mit eleganter Protuberantia occi¬ 
pitalis externa; jeder Typus in zwei Exemplaren. 
Dasjenige Stück nun, welches die Aufmerksamkeit des Hrn. von Buch¬ 
wald fesselte, und um dessentwillen er die Vorlage wünschte, zeichnet 
sich durch flache niedrige Stirn (Abb. 1) und grosse Stirnwülste mit ge- 
Abb. 4. Sagittalkurve des Schädelfragmentes von Bannerbrück, mit Fortlassung 
des unteren (verbogenen) Stückes. 
räumigen Stirnhöhlen (Abb. 2) aus. Diese Kombination hatte Hrn. 
von Buchwald veranlasst, an eine primitive Form zu denken. In der 
Tat sali auch das Stirn- und Scheitelstück in der ursprünglichen Isolierung 
sehr auffallend aus, wovon man sich noch jetzt an der Abb. 1 einen Be¬ 
griff machen kann, wenn man die unteren (angesetzten) Stücke abdeckt. 
Auch die Oberansicht, in welcher die schmale Form zum Ausdruck 
kommt, ist beachtenswert (Abb. 3). Es haben sich jedoch gerade von 
diesem Schädel einige Stücke hinzugefunden, und nach dem Ansetzen 
dieser ist docli der Eindruck des ganz Ungewöhnlichen zum grossen Teil 
geschwunden. 
Leider sind an dem Schädelfragment die Nähte nicht erhalten, ins¬ 
besondere auch nicht die Kranznaht, so dass eine völlig strenge Be¬ 
ziehung des Stirnbeins auf andere Stirnbeine nicht möglich ist. Dagegen 
gestattet das erhaltene Stück des Jochbogens eine hinreichend genaue 
Orientierung auf den Horizont. 
Zur Vervollständigung der Anschauung gebe ich auch die Median¬ 
kurve (Abb. 4). Das unterste Stück musste dabei fortgelassen werden, 
weil diese Teile seitlich verbogen sind.
	        
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