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Objekt: Zentralblatt für Anthropologie, 14.1909

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A. Referate. Anthropologie. 
4. C. Teiclimann: Die Vererbung als erhaltende Macht im Flusse 
organischen Geschehens. 95 S. m. Textabb. u. 4 Taf., heraus 
gegeben vom „Kosmos“, Gesellschaft d. Naturfreunde. Stuttgart, 
Franckh’sche Verlagshandlung 1908 (Preis Ji 1,—). 
Eine recht geschickte, für Laien berechnete Zusammenstellung des augen 
blicklichen Standes der Vererbungsfrage. Verfasser behandelt zunächst die 
stofflichen Vorgänge, auf denen die Vererbung beruht, wobei Befruchtung des 
Eies, Kernteilung, Chromosomen usw. einen breiten Baum einnehmen. Hieran 
schließt er eine Schilderung der Ergebnisse der Bastardierungsfrage (ins 
besondere der Mendelschen Versuche), bespricht dann weiter die Ursachen 
der Geschlechtsbestimmung und die Frage nach der Vererbung erworbener 
Eigenschaften, wobei er sich als Anhänger von Weismann bekennt. 
Das Thema ist allgemeinverständlich behandelt und wird durch geeignete 
Abbildungen erläutert. Das Ganze liest sich sehr gut. Buschan-Stettin. 
II. Anthropologie. 
5. Franz Schwerz: Beiträge zur Untersuchung der Sarasinschen 
Sagittalkurven. Korr.-Bl. d. Deutsch. Anthropolog. Ges. 1908, 
Bd. XXXIX, S. 31—46; 6 Fig. 
Zum Zwecke der Vergleichung der drei Sagittalkurven wurden 44 Schädel 
untersucht. Von je dem höchsten Punkte des Frontal-, Parietal- und Occi- 
pitalbogens über der zugehörigen Sehne wurde die Entfernung bestimmt zu 
einem für alle drei Kadien gemeinsamen Ausgangspunkte Jl; dieser Punkt M 
entspricht also dem Mittelpunkte eines Kreises, der durch die drei genannten 
Punkte bestimmt wird. Es sind so Grundwerte geschaffen, welche verglichen 
werden können mit anderen, durch Hineinzeichnen anderer Sagittalkurven 
oder Projektion anderer Kurven in die Sagittalkurve. In verschiedenen 
Tabellen sind die so berechneten Werte aufgeführt. Es handelt sich um eine 
Fortbildung der von Schlaginhaufen bereits in Angriff genommenen Be 
strebungen, den Vergleich der Kurvenbilder nach Möglichkeit zu ersetzen durch 
den Vergleich der diesen Bildern entsprechenden Zahlenwerte. Über den Wert 
dieser Versuche für die Bassendiagnose wird freilich, das gibt auch Verfasser 
selbst zu, erst bei ausgedehnteren, an bedeutend größerem Material durch 
geführten Untersuchungen zu urteilen möglich sein. P. Bart eis-Berlin. 
6. J. Jarricot: Contribution à l’étude de la eraniométrie. Bull, 
de la Soc. d’anthropologie de Lyon 1907, Tome XXVI, p. 1—32. 
Das Prinzip der Meßmethode des Verfassers besteht einmal in der 
Möglichkeit auf dem Schädel selbst zu zeichnen, und zwar die Frankfurter 
Horizontalebene, ferner die durch das Basion gehende Vertikal ebene, sowie 
die mediane anteroposteriore Medianebene; die Methode ermöglicht sodann 
die Messung der basilären Halbmesser der Sagittalebene, sowie der Sehnen, 
welche die Bogen zwischen zwei Halbmessern verbinden. Als technische Be 
helfe verwendet Jarricot hierzu einen Kraniostaten und einen Epigraphen, 
ferner ein rechtwinklig gebogenes Stahlstück, sowie einen senkrechten Maß 
stab und eine nivellierte Ebene; schließlich einen Millimetergleitzirkel nebst 
einem Kraniophor. Mit Hilfe dieser Instrumente bringt Jarricot allerdings 
ziemlich komplizierte Diagramme zustande, welche vielfach an die Meßfiguren 
Benedikts und Töröks erinnern. Überdies bedient er sich auch des photo 
graphischen Zentimeter- und Millimeterpapieres, um z. B. das Hinterhaupt 
loch zu messen. Br. Oslcar v. llovorlca- Wien.
	        
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