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Analecta et Additamenta.
saying that an Historical Causal Series in one through which runs an unbroken Identity. Cause
and effect, therefore, in History is the temporal relation between terms in a coherent series,
each of which carries on an Identity. Its value or completeness varies in degree; and the aim
of historical research is to raise this degree, that is to strenghten Continuous Identity. This is
true whatever be the social product which is dealt with a people, an institution, a myth,
or an implement.“
Man begreift, daß von solchen Grundgedanken aus Wheeler die Anwendung der histo
rischen Methode auf die Ethnologie, wie sie zuerst von Graebner in systematischer Weise
durchgeführt wurde, nur freudig begrüßen kann. Er tut dies denn auch in entschiedener Weise
und hebt den mannigfachen Nutzen, der aus derselben hervorgehen kann, nach allen Seiten
hervor, ln einem Punkt vielleicht ist er noch in älteren Anschauungen befangen, wenn er näm
lich spricht von der Ethnologie, „where the fact of the rate of change in the Social Psycho
logy being infinitesimal is only an expression of the relative absence of History among the
peoples of lower culture“. Auch den Ausdruck Graebner’s von der „geringen zeitlichen Tiefe“
der Kulturen der sogenannten Naturvölker versteht Wheeler, wie es scheint, dahin, daß hier
tatsächlich Zeitunterschiede nur wenige geschichtliche Veränderungen mit sich gebracht hätten.
Graebner versteht indes offenbar diese Bezeichnung nur von dem jetzt vorliegenden Charakter
dieser Kulturen, der uns so erscheint, weil uns hier die Schriftdokumente oder die stratigra
phischen Lagerungen mangeln, die anderswo die/Zeitenfolge handgreiflich vorführen'(s. Graebner,
Methode der Ethnologie, SS. 77, 96, 106, 109, 140). Die wirkliche Natur dieser Kulturen erscheint
aber bei näherer Untersuchung bedeutend komplizierter, als man sie früher sich vorgestellt und
läßt darin also deutlich den nacheinanderfolgenden Wechsel erkennen, der dem geschichtlichen
Geschehen eigentümlich ist. P. W. Schmidt, S. V. D.
Wörterverzeichnisse von Papua-Sprachen aus Holländisch-Neuguinea. —
Die Reihenfolge der Sprachen, von denen hier zumteil Wörterverzeichnisse vorliegen, von Norden
nach Süden, ist folgende:
Pauwi (anscheinend mit Nufoor Elementen gemischt).
Koassa Kamboi Ramboi (nördlich des Van Rus-Gebirges).
Borumessu (im Van Rus-Gebirge).
Sidjuai (am Ostfluß, s. meine nächstens erscheinende Karte).
Tori (am mittleren Mamberamo).
Südfluß-Stämme (am Südfluß).
Zentral-Gebirgsstämme (am Fuß des Zentral-Gebirges).
Die geographische Ausdehnung des ganzen Gebietes liegt zwischen 1° 45' siidl. Br. und
3" 45' siidl. Br. Die Leute wohnen alle am Stromlauf des Mamberamo und seiner Nebenflüsse.
Die Pauwi-Leute unterscheiden sich anthropologisch durchaus von den übrigen Stämmen.
Borumessu
Koassa
Pauwi
Südfluß
Schädel
agum
nabära
passära
tawaröya
Mensch
koässa (ein Nu-
koässa
ungu
Kehle
areka [foorwort)
peran
woiwoia
Kinn
dönnar
messin
öwari.
Bart
donnehira
messinuwin
pamabüna
öwari tari
Wange
aganira
mererak
Augenbraue, Wimper
djenehira
nugüwin
gariewe tari
Nacken
apijurn
ne ran
Hals
tekdau
neran
Nasenpflock
tahäpau
adöbiau
udächa (aus Holz)
Zunge
satiga
meü (spr. me-ü)
sari
Gürtelpanzer
sinira
keniga
kewide
Brustwarze
mammau
tnimi
do
Brust
sen
dabun
wai (gaba)
Schwein
suba
nannissid
pero
dida
Kasuar
hiperudü
kamas
suäba
kowesso