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Inhalt / Download : Zeitschrift für Ethnologie, 43.1911

Literarische Besprechungen. 
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Verzierungen der ersten Tonwarenklasse behandelt und führt uns rein geometrisch 
angeordnete Verzierungen vor, deren Elemente aus dem Gürteltierauge und dem 
Giirteltierschwanze bestehen. Von den sehr seltenen polychromen Gefässen, deren 
Besonderheit in der Verwendung eines purpurgrauen Tons neben dem Rot, Gelb 
und Schwarz besteht, bildet Maccurdy ein paar prächtige Stücke ab. Ich halte 
diese Gefässe für Import, für Stücke, die der form- und farbenreichen Töpferei von 
Nicoya angehören. 
Ein nicht unwesentlicher Teil des Buches ist schliesslich der Metalltechnik 
gewidmet, den Kupfer- und Goldfiguren, durch welche die Landschaft von Chiriqui ja 
vor allem berühmt geworden ist. Mac Curdy hat aussei- den Stücken der Sammlung 
der Yale University noch andere Sammlungen und die aus dem benachbarten 
Gebiete des Rio General in Costa Rica stammenden Stücke herangezogen und gibt 
in guten Abbildungen eine ziemlich vollständige Übersicht der Figuren typen, denen 
zum Schluss noch ein paar interessante und seltene Stücke, Schmuckplatten aus 
Goldblech angefügt werden. Im ganzen wird das Werk seinen Zweck voll erfüllen, 
einem weiteren Kreise das Studium dieser Altertümer und ihrer interessanten 
Formenreihen zu ermöglichen. 
Eduard Seier. 
Marshal H. Saville. Contributions to South American Archaeo¬ 
logy. The George G. Heye Expedition. 
Vol.1. The Antiquities of Manabi, Ecuador Preliminary 
Report New York 1907. (135 S. Grossquart, mit 55 Tafeln und 
9 Textbildern.) 
Vol. II. The Antiquities of Manabi, Ecuador. Final Report. 
New York 1910. ("284 S. Grossquart, mit 114 Tafeln und 17 Text- 
figureu.) 
In dem einleitenden Abschnitte des ersten Bandes weist der Vf. darauf hin, 
dass in dem ganzen, der Nordgrenze des eigentlichen Peru im Norden vorgelagerten 
Gebiete in systematischer Weise noch gar nicht und überhaupt nur sehr wenig 
archäologisch gesammelt worden sei, und daher unsere Kenntnisse von den Alter¬ 
tümern dieser Gegend nur sehr mangelhafte seien. l:nd doch gäbe es dort, auf 
dem Hochlande, bis Popayan mindestens vier verschiedene Kulturen, die der 
Cañar i in den Bergen von Azuay, die der Pur uh a in der Gegend von Riobamba, 
die der Cara in Quito und endlich die der Caranqui in Imbabura, während an 
der Küste die alten Bewohner der Provinz Manabi eine sehr bemerkenswerte eigen¬ 
artige Kultur geschaffen hätten, denen sich im Norden und Süden andere vielleicht 
verwandte, aber doch selbständige Kulturen anschlössen. Diese Bemerkungen sind 
richtig. Man muss in der Tat Herrn George H. Heye ganz besonders dankbar 
sein, dass er die für solchen Zweck erforderlichen ganz bedeutenden Mittel bereit 
stellte, um durch wiederholte Expeditionen möglichst vollständiges archäologisches 
Material aus diesen Gegenden zusammenzubringen ; wie man ihm andererseits Glück 
wünschen kann, dass er für diese Aufgabe Prof. Saville gewonnen hat, der prak¬ 
tische Erfahrung, Energie und Umsicht mit den nötigen fachmännischen Kenntnissen 
in der wünschenswertesten Weise verbindet. 
Die erste Expedition wurde im Sommer 1906 unternommen und ging nach der 
Provinz Manabi. Über die damals erlangten Sammlungen und wissenschaftlichen 
Resultate gibt der erste Band Bescheid. Er wird als ein „vorläufiger Bericht" be¬ 
zeichnet, weil für die beiden folgenden Sommer (1907 und 1908) neue Expeditionen 
nach demselben Gebiete geplant waren, die durch systematische Ausgrabungen das 
archäologische Bild wissenschaftlich fundieren und vervollständigen sollten. Über 
die Resultate dieser zweijährigen Kampagne gibt der zweite Band Aufscliluss. Eine 
dritte Reise wurde von Saville im Sommer 1910 nach dem Hochlande von 
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