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fullscreen: Zeitschrift für Volkskunde, 76.1980

Buchbesprechungen 
121 
Günther Massenkeil, Bernhard Stasiewski (Hrsg.), Deutsche Musik im 
Osten. Köln, Wien: Böhlau Verlag, 1976. 68 S. (Studien zum Deutschtum im 
Osten, Heft 12). 
Die „Kommission für das Studium der deutschen Geschichte und Kultur im 
Osten“ widmete sich im Studienjahr 1973/74 ausschließlich der Musik. Die 
Veranstaltungsreihe bot vier Vorträge und zwei Konzerte, die in vorliegen 
dem Sammelband - die Konzerte allerdings nur in Form von Einführungen 
ünd Erläuterungen - festgehalten sind: Fritz Feldmann gibt einen sehr geraff 
en, aber klaren Überblick über die „Entwicklung der deutschen Musik im Osten 
Von 1400 bis 1900“, Günther Massenkeil eine Einführung in ein Balladenkon- 
z ert von Karl Loewe. Lothar Hoffmann-Erbrecht behandelt ziemlich ausführ 
lich und detailliert den Zeitraum um 1500, da eine ganze Reihe deutscher Musi 
ker in Osteuropa tätig waren. Gerd Ziemann erläutert das Programm zu einem 
Konzert „Chorsätze der Renaissance am Hof zu Königsberg“. Von Gerhard 
Allroggen erfährt man von dem musikalischen erfolgreichen Aufenthalt E. T. A. 
Hoffmanns in Warschau, während Siegfried Kross „Wechselbeziehungen zwi 
schen böhmischer und deutscher Musik“ in einem Landstrich aufzeigt, der schon 
itnmer als Kontaktzone zwischen dem Osten und Westen gegolten hat und als 
solche schon öfter ausgewiesen wurde. 
Die für Studenten aller Fakultäten beabsichtigte Allgemeinverständlichkeit 
m allen Beiträgen nimmt sich auch wohltuend für in den Stoff Eingeweihte 
a us, zumal wenn es um die Verschaffung eines schnellen Überblicks geht. 
Freiburg i. Br. Hartmut Braun 
Kotraut Sutter, Die Siebenbürger Sachsen in Stadt und Land Salzburg. Mar 
burg: N. G. Eiwert Verlag, 1972. 324 S. m. 19 Abb. (Schriftenreihe der Kom 
mission für ostdeutsche Volkskunde, Bd. 10). 
Rotraut Sutter, gebürtige Salzburgerin, untersucht das Volkstum der Sieben 
bürger Sachsen, das ihr aus Eigenerleben vertraut ist, in Stadt und Land Salz 
burg in den Jahren 1968-1970. Sie befragte selbst 114 Personen (11,6 Prozent), 
u nd konnte dadurch einen guten Überblick gewännen. 
Über die Darlegung der Methode dieser Untersuchung wird im Teil B und C die 
Situation der Heimatvertriebenen in Österreich und die der Siebenbürger Sach 
en in Salzburg berichtet. Sie waren zu 70 bis 80 Prozent bäuerlicher Herkunft 
u nd mußten den Weg über Lager oder Unterkunft bei Bauern bis zum ange 
strebten Eigenheim, als Hilfsarbeiter, Knecht oder Arbeiter durchmachen. Ihr 
Wunsch war von Anfang an, möglichst beisammen bleiben zu können. Die ehe 
maligen Städter fanden sich in der Stadt Salzburg, während die bäuerlichen 
Flüchtlinge aus Botsch (Nordsiebenbürgen) in Elixhausen-Sachsenheim die größ- 
te sächsische Ansiedlung bildeten, und die aus Kyrieleis (Nordsiebenbürgen) 
lammenden im Ort Bürmoos beinahe einen eigenen Stadtteil begründeten. 
Die Autorin betont, daß die Siebenbürger Sachsen, die ihre Heimat mit dem 
Bewußtsein der Identität von Volk und Kirche verließen, strenge Vertreter 
tbres deutschen Volkstums und treue Anhänger der evangelischen Kirche geblie 
ben sind. 
Nach einer Überschau ihrer Herkunft, Geschichte und Situation zu Kriegs
	        
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