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fullscreen: Kleidung und Kleidungsverhalten werktätiger Klassen und Schichten in der Großstadt Berlin zwischen 1918 und 1932/33, Band 1

1. Zur Geschichte volkskundlicher Kleidungsforschung = For- 
schungsansätze und _Problemsichten vorliegender Arbeit | 
Volkskundliche Kleidungsforsc hung war von ihren Anfängen im 
19, Jahrhundert, ja bis in die 60er und 70er Jahre‘des 20. 
Jahrhunderts hinein vorwiegend Trachtenforschung /INTERNATIO- 
NALE VOLKSKUNDLICHE BIBLIOGRAPHIE/, "da Volks- bzw. Bauern- 
Sracht = als besonders signifikanter”Gegenstand der bäuer- 
lich-ländlichen Kultur angesehen wurde. ,.'"/BÖTH 1988, S. 153/. 
Dabei ordnete sich diese Sachgebietsforsc Bung vor allem bis 
1945 in den für die damalige Volkskunde fast ausnahmslos gel- 
benden Forschungsgegenstand, eine Bauernvolkskunde ein /NEDO, 
1969, 8, 11/BÖLH 1988, 8. 153/. Sn 
Kleidermodische bzw. kostümgeschichtliche Aspekte standen im 
Mittelpunkt der kunstgeschichtlichen‘ objektorientierten Ar- 
beit, welche Aussagen über bürgerliche Kleidung städtischer 
"Oberschichten" zuließ, Die inhaltliche Aufgabenteilung und 
las daraus resültierende Oppositionsdenken zu Tracht und Mode 
vesultierten aus dem jeweiligen Fachverständnis /EBENDA/. 
Auch die Gründung des ersten volkskundlichen Museums in " 
Deutschland durch Rudolf Virchow im Jahre 1889 als "Museum 
für deutsche Volkstrachten und Erzeugnisse "des Hausßewerbes" 
in Berlin wurde zu einem Spiegelbild- demaktiger- volkskundlicher 
Forschungsorientierung, Virchows konzeptionelle Vorstellungen, 
lie einschlossen, die Geschichte der menschlic hen Arbeit Man 
hand von Geräten und Erzeugnissen zu rekonstruieren", set2ten 
Sich bei der praktischen Sammlungs- und Forschungstätigkeit 
Jedoch nicht durch /VIROHOW, S, 436/, Großbäuerliche sowie 
Fest- und Feiertagstrachten stellten als besonders attraktive 
Ind wirkungsvolle Objekte einen Schwerpunkt der Sammlungs- und 
Forschungstätigkeit dar. Auch die Forderungen Karl Weinholds 
äls einem Mitbegründer des Vereins für Volkskunde beim Museum 
and der Zeitschrift des Vereins waren "gegen die gefühlsbe= 
Stimmte oder geschmäcklerische, oberflächliche Vorliebe für 
Destimmte Ausschnitte der Volkswelt,.,.. im Festbrauch, in der 
Tracht und in der Volkskunst, gegen die romantische Schwärme-
	        
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