— 59 sehr stark verblaßt. Es sind liier menschliche, bekleidete Figuren dargestellt, die auf den Köpfen einen Federschmuck tragen. Eine der dargestellten Figuren trägt in der rechten Hand einen Gegen ­ stand, der sehr einer Keule oder auch einer der in den in der Nähe befindlichen Begräbnisstätten vor ­ kommenden, hölzernen Grab ­ schaufeln sehr ähnelt. Sonderbar mutet das rechts von der unteren Figur befindliche Zeichen an, das in seiner Form einer halben Glocke gleichkommt. Die Größe der in der ersten Reihe dargestellten Figuren beträgt etwa 18—20 cm, während die darunter angebrach ­ ten nur 12—14 cm hoch sind. Abb. 4. In der linken, oberen Ecke sehen wir einige der schon in Abb. 3 beschriebenen Malereien, Die Figuren rechts davon befinden sich in einer Höhe von 50—60 cm über dem Erdboden und stellen be ­ kleidete, menschliche Figuren dar, deren Köpfe mit Federn ge ­ schmückt sind. Die Größe der ein ­ zelnen Figuren schwankt von 12—22 cm. Die zur Ausführung benutzte rote Farbe ist stark ver ­ blaßt. Was nun das Alter von Fels ­ malereien anlangt, so ist viel darüber diskutiert worden, ohne jedoch zu positiven Ergebnissen zu gelangen. Einen ungefähren Anhalt für das Alter der hier beschriebenen denke ich ge ­ funden zu haben, ohne jedoch eine genaue Zeitbestimmung ab ­ geben zu können. An einem der Felsen des Opachetales fand ich eine Malerei, die nichts anderes als einen spanischen Ritter mit Mantel, Schwert und Helm mit Federzier darstellen konnte. Aus Mangel an Filmmaterial habe ich diese Zeich ­ nung leider nicht photographieren können. Nehmen wir nun an, daß das Bild des spanischen Ritters zur Zeit oder gleich nach der Erobe ­ rung Nordchiles durch die Spanier entstand, so muß man aus dem Grad der Verblassung auf ein hohes Alter schließen. Genaues ließe sich erst sagen über das Alter, wenn man versuchen würde, den Grad des Verblassens während eines gewissen Zeitraumes festzu ­ stellen und dann unter Berück ­ sichtigung eines dem heutigen gleichen Klimas das ungefähre Herstellungsjahr der Bilder er- rechnete. Vielleicht gelingt es in der Zu ­ kunft, hierüber noch Genaueres berichten zu können. Ein Tag der Tumerehän-Indianer. Von Elerbert Baldus. Heute ist wieder ein wunder ­ barer Tag. Ich habe gerade meinen Kopf aus der Waschschüssel ge ­ nommen, trockne ihn bedächtig ab. Und weil die Waschschüssel vor unsrer Hütte steht, kann ich einen braunen Mann aus dem Wald kommen sehn. Er geht schnell. Hat die Haare mit einem Strick so nach hinten gebunden, daß der Schopf schräg absteht. Lange schwarze Hahnenfedern sind daran befestigt. Er ist schlank. Aber man sieht die Rippen nicht, er hat genügend Fleisch auf der Brust. In den Händen hält er nichts; an hat er auch nichts außer dem Strick, den Federn, einer Halskette aus schwarzen Samen und einer zu Fetzen verwitterten Hose. Er sagt dem Paraguayer, dem Herrn unsrer Hütte, daß er hier wohnen